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Monday, June 24, 2013

Battlefield 3 (Multiplayer)


Lang, lang ist es her, da hab ich einen Artikel zu Battlefield 3 geschrieben. Damals handelt es sich nur um den Singleplayer-Modus der mehr als nur fragwürdig war, nachlesbar hier. Nach all der Zeit hab ich mir das Teil mit ein paar Leuten für die XBox 360 angeschaut und bin zu dem Schluss gekommen: Singleplayer braucht niemand. Aber wie spielt sich der Multiplayer-Modus auf der Box?

Es knallt, es fetzt und es wird geflucht. Zumindest in jeder Party in der ich mit zocke. Zu Beginn musste ich noch ein paar Runden alleine spielen, über 10GB an Mappacks dauern einfach wirklich extrem lange. In der Zeit hab ich mir zunächst Team Deathmatch angesehen, einfach um ein paar schnelle Runden zocken zu können und ein Gefühl für das Spiel zu bekommen. Man muss der Community zu gute halten, das sich nicht jede Runde gleich spielt. Auf dem einen Server sitzen alle in ihren Ecken und schieße mit Shotguns quer über die ganze Map und auf anderen hüpfen sie euch mit Pistolen entgegen. An manchen Stellen macht es auch richtig Spaß, allerdings dauert es recht lange bis diese Freude aufkommt, da ihr mit eurem Anfangsequipment absolut nicht viel reißen könnt. Schade das man hier den Weg des schlechten Balancings gegangen ist, anstatt für einen fairen Einstieg zu sorgen. Auch die Squads wollen ohne Freunde nicht wirklich funktionieren. Absprachen gibt es keine und die Kollegen lassen einen lieber sterben als ein paar wertvolle Punkte einzufahren.

Mit Freunden sieht die Welt ganz anders aus. Man kann sich absprechen, in Teams einzelne Punkte gezielt unter Druck setzen, sich Rückendeckung geben, heilen und mit Munition versorgen. So wie man es eigentlich auch erwartet und dann macht es richtig Laune und man kann alles aus dem Spiel holen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man merkt wie mies DICE das Reddot-Visier und Taschenlampe eingebaut hat. Ich hab nach wie vor das Gefühl, die Jungs sind der Meinung das Taschenlampen so etwas wie mobile Flutlichtanlagen sind. Sobald euch ein Gegner anleuchtet seht ihr nichts mehr und müsst blind schließen. Wohin? Nach einer Zeit habt ihr den Dreh soweit raus um euer gegenüber wenigstens zu verletzten damit eure Teamkollegen den Rest erledigen. Und euch hoffentlich wiederbeleben.

Hoffen ist beim Thema Wiederbelebung genau das richtige Wort, denn ohne Probleme ist das auch nicht. manchmal könnt ihr einen Kameraden einfach nicht wiederbeleben, obwohl ihr genau über ihm steht und das Symbol zur Aktion auch angezeigt wird. Das Spiel will einfach nicht.

Ein weiteres Problem für meine Party war es, überhaupt mal ein Spiel zu finden. Man kann zwar ein Squad schon vor Spielbeginn bilden, allerdings hilft einem das bei der Serversuche nicht viel, da man trotzdem oft auf zu volle Server kommt oder einer der Kollegen ein Mappack nicht hat. Warum filtert man sowas nicht bevor ich einem Server versuche beizutreten? Es hat uns einige Anläufe gekostet bis wir einen Server hatten nur damit man dann grundlos von den Servern gebannt wird. Keine Begründung. Oder man wird vom Admin gekillt. Einfach so. Optimales Verhalten der Community.

Fazit
Es gibt immer noch sehr viele Bugs, Matchsuche in ein Thema für sich und alleine macht es mir überhaupt keine Freude. Wer aber genug aktive Leute kennt, der wird seine helle Freude daran haben. In meinen Augen kommen die Karten allerdings nicht an die Karten aus CoD oder Halo ran. Hier fehlt einfach der letzte Schliff. So ist mir ein Kartenwechsel immer egal, da für mich alle Karten gleich charakterlos sind. Zu sehr wurde hier versucht die Erfolge anderer oder der eigene zu kopieren. Zum Ballern reichts aber alle mal.

Monday, June 10, 2013

Persona 4 Arena


Ich liebe Persona. Ich mag Kampfspiele, auch wenn es schon ein bisschen her ist, seit ich das letzte gezockt habe. Meine Erwartung waren eigentlich ganz okay angelegt: Storylastiges, spannendes Kampfspiel mit den Charakteren aus Persona. Sollte ja nicht so viel schief gehen, oder? Denkste.

Was zum Teufel passiert hier?!
Ja, es ist ein Stück her, das ich mich in die Welt der Kampfsportspiele begeben hab. Der Markt ist eh recht klein und auf die dauernden Aufgüsse von Capcom kann ich verzichten. Damit dürfte wohl eines der Mortal Kombat oder Tekken Teile der letzten Generation ein echter Nennenswerter Zockausflug sein. Klar war in meiner Konsole auch mal ein Street Fighter 4 Super Deluxe HD DLC Bonus Edition. Aber eben nur um das mit Kumpels zu zocken und nicht um mich mit der KI zu vergnügen. Dem entsprechend war ich schon recht neugierig wie man ein Persona in einen Prügler verwandeln will. Ich hab ja echt viel Verständnis wenn man mal neue Ideen in ein eher altes Franchise bringen will, aber das geht echt zu weit. Ich hab im ersten Kampf nicht gewusst was passiert, geschweige denn was ich drücken soll um zu gewinnen. Warum ich am Ende gewonnen hab, weiß ich auch nicht. Überall nur Farben und Effekte ohne das ich sehe wo ich bin oder mein Gegner.

Tutorial!
Nach diesem Chaos und Farbgewitter musste ich dann doch erst mal in den Tutorialmodus gehen, kann ja nicht sein, das man mich fast zur Strecke gebracht hat. Aber selbst der Modus brachte keine Klarheit. Ich weiß jetzt wie ich mich decken kann. Wie in jedem Prügler sonst auch. Ich weiß wie ich springen kann. Wie in jedem Prügler sonst auch. Und der Rest... Tjoa. Microsoft hat sein Gamepad richtig in den Sand gesetzt. Ich hab keine Ahnung wie oft ich die richtigen Taste drücke, ohne das ich zum entsprechenden Ergebnis komme. Mir war bewusst, dass das D-Pad ein bisschen schwammig ist. Mir war auch bewusst, dass der Stick nicht optimal für Prügler ist. Aber warum zum Henker versucht der Entwickler an dieser Stelle nicht einfach etwas nachzuhelfen und seine Kombos etwas nutzerfreundlicher zu gestalten? Einen Einsteigermodus mit verlängerten Zeiten für Kombos hätte mir schon geholfen. Oder eine Anzeige was ich falsch gemacht hab. Aber nein. Ich weiß nicht mal sicher das ich einen Fehler mache oder das Gamepad wirklich scheiße ist. Egal, die Grundlagen hab ich verstanden. Dann eben mal den Arcademodus antesten.

Arcade?
Natürlich gibt es einen Arcademodus. Aber der wollte mir auch keinen Spaß machen. Das Spiel beginnt und in diesem Moment hab ich schon die erste Schelle kassiert. Was folgt ist ein gebombe von Personas und lauter Effekten und hektischem hin und her. Ich hab den Überblick verloren und leg den Controller auf den Tisch. Nach 10 Sekunden ist das Trauerspiel vorbei und ich hab verloren. Ich bin frustriert. Ich bin enttäuscht. So kann man auch eine Marke wie Dreck behandeln.

Aber die Story!
Nope. Die reißt es nicht raus. Mies erzählt, langweiliger Inhalt und tröpfelt unspannend und viel zu langsam über den Bildschirm. Bis zum ersten Kampf im Storymodus vergehen ca. 25 Minuten. Bis dahin wurde nichts wichtiges erzählt. Schade drum, da mir Persona 4 eine sehr schöne Handlung erzählt und auch noch spannend war.

Fazit
Jetzt mögen die Prügelfans unter euch aufschreien: "Du bist nur zu blöd für das Spiel!". Und ihr mögt recht haben. Stellt euch vor, ich hab normal große Daumen und normal große Hände. Und ich muss Tastenkombinationen drücken die ich mit dem Daumen nicht einfach so drücken kann ohne den Controller auf den Tisch zu legen. Es ist echt die Hölle X+Y+B zu drücken, ohne auf A zu kommen. Einen Milimeter zu tief gegriffen, schon ist der Combo nicht zu schaffen. Dazu dann noch eine Halbkreisbewegung auf dem D-Pad oder mit dem Stick die ums verrecken nicht funktionieren. Mit einem Arcadestick mag das bestimmt viel Spaß machen, aber für einen normalen Controller ist das einfach ungeeignet. Desweiteren ist die Handlung im Storymodus einfach nur öde und einschläfernd präsentiert. Persona 4 hat mich mit dem Setting sofort gepackt, aber Persona 4 Arena ist einfach nur langweilig und zu schnell durchschaubar. Warum brauchen die Charakter so viel länger um zu verstehen was da passiert? Ich dachte, ich hätte mit eben diesen Leuten Persona 4 beendet und damit so viel über den Midnight Channel & Co erfahren. Scheinbar wurde das alles vergessen. Wer einen Prügler sucht, wird hier bestimmt fündig. Wer ein Persona-Spiel sucht, der sollte weiter suchen. Ich hab nach zwei Stunden das Spiel frustiert und enttäuscht weggepackt. Vielleicht hole ich es noch mal raus, wenn ich nichts mehr zu zocken hab. Bis dahin soll es verstauben, bis ich wieder ein gutes Persona bekomme. In HD. Auf einer Heimkonsole. Das kein Remake ist.

Thursday, May 30, 2013

Metro: Last Light


Damals, vor einiger Zeit, da kam ein Spiel auf den Markt, das spielte in einer postapokalyptischen Welt. Da gab es Mutanten, böse Menschen, gute Menschen, düstere Grafik und einen Spielanfang der einen direkt in eine dunkle Welt loslässt und mir die Laune am weiterzocken genommen hat. Metro 2033 hatte eine tolles Setting und die Grafik war auch ganz hübsch, zumindest das was ich von ca. einer Stunde mit dem Spiel noch weiß. Aber es hat mich abgeschreckt und ich habs bis heute nicht mehr gezockt. Am 17. Mai.2013 kam der Nachfolger, Metro: Last Light, auf den Markt und ich hab es mir spontan gekauft. Fragt mich nicht was mich da geritten hat, nachdem mir der erste Teil schon so gar nicht gefallen wollte. Spoiler zum Artikel: Ich wurde echt gut unterhalten.

Willkommen in Moskau, Genosse
Metro: Last Light versetzt einen wieder in ein Moskau das durch Atomexposionen vernichtet wurde. Ich war noch nie in Moskau, daher kann ich nicht sagen in wie weit die Welt realistisch nachgebaut ist, sie wirkt allerdings sehr realistisch. Im Laufe des Spiel sieht man verschiedene Abschnitte der Metro, verknüpfende Oberweltabschnitte und jede Menge kaputtes Zeug. Halbverfallene Gebäude, zerstörte Autos, brüchige Brücken und mit Balken gestützte Gänge prägen die Szenerie und vermitteln damit ein sehr stimmiges Gefühl. Im allgemeinen ist die Stimmung in Metro sehr wichtig, die Handlung wird von dieser getragen und auch voran getrieben. Immer wieder könnt ihr Leuten auf den Gängen der Metro lauschen, die von Hoffnung bis hin zu totalem Verderben und Sinnlosigkeit des Seins alles zu bieten haben. Aber nur mit einer gut erzählten und packenden Handlung sowie toller Stimmung alleine verkauft man noch kein Spiel.

Wo gehts hier zur Schlacht?
Normalerweise bin ich ja kein Spieler der ruhigeren Art, heißt: Ich stürme vor, baller um mich wie ein gestörter und Fluche wenn ich sterbe. Bei Metro funktioniert das so gar nicht mehr, wie ich schmerzlich feststellen musste. Direkt zu Beginn des Spiels haben mir meine KI-Feinde kräftig den Arsch versohlt als ich locker-flockig mit einem Maschinengewehr in die Menge gesprungen bin. Funktioniert bei Call of Duty? Warum dann also nicht auch hier, nachdem doch eh jeder Shooter alles bei besagter Reihe klaut.
Zack. Bumm.
Tod.
Bitte zum letzten Speicherpunkt zurück.
Äh? Was? So schnell? Ja, in der Tat, man stirbt relativ schnell und relativ leicht. Man braucht nicht mal Gegner um sich um zu sterben, dazu aber später mehr. Jedenfalls hat meine Rambo-Taktik nicht so ganz funktioniert, ein klein wenig war ich davon schon frustriert und überrascht. Aber gut, dann eben langsam, schleichend, mit ... Taktik? Na wenn ihr das so wollt, liebe Entwickler, dann könnt ihr das haben. Gegen "menschliche" Gegner macht Metro: Last Light richtig viel Spaß, man muss nicht immer in den Kampf gehen, es gibt meist alternative Wege oder Angriffspunkte und der Waffensound sowie die Handhabung machen schon sehr viel Spaß. Dieses langsame und schleichende Vorgehen hebt Metro sehr stark von der Konkurrenz ab und sorgt bei mir für ein frisches Spielerlebnis. Ein großes Problem mit dem Kampfsystem ist der Fakt das es gegen die Kameraden wirklich gut funktioniert, aber gegen mutierte Tiere ist es einfach zu langsam. Dabei kommt Hektik auf und man muss immer zu im Kreis rennen um den Gegnern ein paar Treffer zu verpassen. Die meisten kommen einfach zu schnell auf einen zugestürmt als das man sie ausbremsen kann. Sehr schade und hat bei mir für einige Frustmomente gesorgt. Leider kann man sich gerade an diesen Viechern nur sehr selten vorbei schleichen, meistens wird man dann doch entdeckt. Bis auf wenige Ausnahmen bleiben auch diese Kämpfe fair, auch wenn sie einem gerade den letzten Nerv rauben.

Boah! Weg! Wo?!
Klar, eine vollbeleuchtet, postapokalyptische Welt wäre ja auch zu schön gewesen. Die meiste Zeit heißt euer bester Begleiter "Taschenlampe" und braucht auch ab und zu mal eine kleine Aufladung. Aber keine Sorge: Nach Batterien müsst ihr nicht suchen. Statt dessen habt ihr ein kleines Gerät das ihr in die Hand nehmt und ein paar mal pumpt um wieder Saft für euren Freunde zu bekommen. Allerdings solltet ihr das zur richtigen Zeit machen, denn im Dunkel kämpft es sich gegen Monster nicht gerade gut. Und Aufladen im Kampf bedeutet für euch auch, das ihr nicht schießen könnte. Eine Entscheidung die über Leben und Tod entscheidet. Ein paar mal hab ich mich dann doch in den dunklen Gängen und Höhlen verirrt und musste nach dem Weg suchen. Da heißt es dann erst mal: Alles um schießen was nicht bei drei wegrennt und dann in Ruhe suchen. Als störend fand ich die Sucherei nicht, da die Welt mit einem tollen Design überzeugen kann und eine sehr gute Stimmung aufgebaut wird. Spannend wirds auch wenn man sich im Freien bewegt und dann Strom für die Taschenlampe und seine Atemmaske im Blick behalten muss. Und natürlich die Gegner im Blick haben muss. Zum Glück habt ihr eine Stopuhr am Arm die regelmäßig piept wenn euch die Luft ausgeht, damit könnt ihr dann schnell genug reagieren. Vorraus gesetzt ihr habt noch Filter für euere Gasmake übrig. Und die findet ihr in Schränken und nehmt sie euren toten Gegnern ab. Auf normal hatte ich keine Probleme da auch die Gegner nur selten echte Probleme darstellen. Die KI hat ein paar Aussetzer die ihr geschickt ausnützen könnt, funktioniert aber in der Regel sehr solide und setzt euch mit Flankierungstaktiken auch gerne mal etwas unter Druck. Da ihr auch nicht viel aushaltet bleiben die Kämpfe spannend.

Kaufen oder nicht kaufen?
Mit 6 - 8 Stunden ist das Spiel heute recht umfangreich, einen zweiten Durchlauf auf einem höheren Schwierigkeitsgrad kann ich auch empfehlen. Durch die dichte Atmosphäre, die sehr gut erzählte Handlung und die Abwechslung in den Levels bleibt das Spiel bis zum Ende spaßig. Um mal ehrlich: Wollt ihr noch mehr Call of Duty Klone? Von mir gibt es eine Zockempfehlung, allerdings habt ihr nur einen Solomodus, der aber wirklich spaßig gestaltet wurde und den Vorgänger um längen überflügelt. Moskau und die Metro warten auf euch.

Monday, March 25, 2013

Gears of War Judgement

Gears of War Judgement



Kann man eigentlich noch irgendetwas zu diesem Kettensägenmasakerspiel sagen? Im Endeffekt ist die Grundhandlung ja schon hinlänglich bekannt, wurde in drei Spielen und einer handvoll Büchern schon ausreichend durch gekaut. Die Locust kommen und brauchen die Backen voll. Warum noch ein Spiel mit dem selben Setting, der selben Engine und zum Teil selben Charakteren machen?

Aber erstmal der Reihe nach. Grafisch ist alles beim Alten, was bei Gott nichts negatives ist. Die Unreal 3 Engine in den richtigen Händen ist immer noch ein sehr geiles Geschoss. Die Effekte sind Klasse, die Charaktermodelle sehen sehr gut aus, die Level sind gut bis sehr gut designed und setzen einen optisch sehr schönen Rahmen um das ganze Spiel. Und ja: Braun dominiert auch hier. Alles eben beim Alten, eben nichts besonderes mehr, nichts neues, nichts prickelndes. Immer noch schön anzusehen ist es alle mal.

Auch beim Sound gibt es keine Abstriche zu den Vorgängern, da die Waffen sich identisch zu den Vorgängern anhören, die selben Synchronsprecher auch hier wieder ihre Arbeit abliefern und die eher plumpe Handlung eh keine großen Synchronsprecher braucht. Die Handlung ist schon sehr plump präsentiert, da man auf Bombast eigentlich komplett verzichtet hat und das ganze nur so vor sich hin tropft.

Bisher hört sichs nur durchwachsen an, warum sollte man das Spiel dann zocken?

Für mich hat es eine sehr gute und unterhaltsame Änderung eingebaut. Es wirft alles zu ernste über Bord und verpasst sich selbst eine Arcadekur. Anstatt trocken und ernst von Level zu Level zu rennen gibt es nun einen Counter der euch für Kills, Ribbons (Abzeichen), Exekutionen sowie den Abschluss der Declassified-Missionen belohnt. Mit genug Sternen schaltet man dann eine kleine Zusatzkampagne frei, welche zwar nur ca 1-2 Stunden dauert, unterhaltsam ist sie alle mal.

Natürlich muss man so ein arcadigeres System mit Anpassungen der Steuerung unterstützen. So wechselt man die Waffen nun auf (Y) und Granaten kann man per kurzem Druck auf (LB) auch sofort werfen. Das sind nur minimale Änderungen, sorgen aber dafür, dass sich Gears wesentlich flotter und in meinen Augen auch flüssiger spielt. Bei ca 6-9 Stunden mag sich das zwar arg kurz anhören, allerdings sind die Abschnitte sehr kurzweilig und die Declassified-Missionen werden mich noch für ein paar Missionen ans Pad holen.

Was sind denn diese Declassified-Missionen überhaupt? Im Endeffekt sind es nur optionale Leveländerungen. So kann man aktivieren das ein Abschnitt z.b. nebliger ist oder man nur bestimmte Waffen zur Verfügung hat. Natürlich definiert das Spiel für jedes Level diese Änderungen, weswegen man nur zustimmen oder ablehnen kann. Dadurch steigt die Anforderung zeitweise aber deutlich an und hat mir doch auch sehr viel Spaß gemacht.

Am Ende stellt sich natürlich die Frage ob man sich den Titel holen soll oder nicht. Für mich viel die Entscheidung recht leicht, weil sich das arcadige System für mich sehr gut angehört hat. Dazu gabs für Vorbesteller einen Controller und 400 MS Points, kein Grund zur Beschwerde also. Zum Vollpreis ohne diese Boni kann ich auch noch zum Kauf raten, da der Multiplayer wieder fesseln wird und die insgesamt vier Schwierigkeitsgrade auch sehr fordernd sind. Und es gibt Kettensägen. An Maschinengewehren.

Der RauscheCast #3 - WestRPGs

Der RauscheCast #3 - WestRPGs

Und schon gibts Teil 3 unseres RauscheCasts, zwar leicht verspätet, aber gut Ding will Weile haben. Diesmal dreht sich alles um die westlicheren RPGs wo Sabrina und ich dem guten Marc auch endlich mal in seinem Redefluss stoppen konnten. Angefangen von "Perlen" wie Alpha Protocol hin zu Skyrim ist alles wichtige dabei. Aber was schreib ich eigentlich noch? Ihr solltet schon längst hören!

Der Download auf Google Drive folgt dann am Wochenende. Versprochen!

Wednesday, March 6, 2013

Der RauscheCast #2 - JRPGs

Der RauscheCast #2 - JRPGs

Im zweiten Teil des RauscheCasts gehts diesmal über die JRPGs dieser Generation, sprich: XBox 360, Playstation 3 und Wii. Ja, auch die Wii. Klar schlägt hier die Stunde von Marc, der jede Menge merkwürdige Titel rein gepackt hat. Aber hört selbst!


Natürlich gibts das ganze auch wieder zum Download bei Google Drive.

Tuesday, October 9, 2012

Resident Evil 6 - Oder: Wie zerstöre ich eine Marke


Alleine am Titel sollte klar sein, wohin meine Meinung zu dem Spiel geht. Ich hab wirklich versucht das Spiel zu lieben und nach dem 2. Kapitel wenigstens versucht dem Titel irgendwas abzugewinnen. Aber es geht nicht. Resident Evil 6 kann man nicht lieben. Eigentlich neige ich ja dazu die positiven Dinge an Spielen hervorzuheben, aber in dem Fall geht das nicht. RE6 ist einfach kaputt.

Natürlich habe ich mir vorher Previews durch gelesen und auch Interviews mit den  Köpfen bei Capcom. Deren Versprechen wirkten ja echt cool. Eine Horrorkampagne mit Leon, eine zum Dauerballern und eine mit etwas von beidem. Irgendwie so sollte es ja werden. Aber alles kam anders, denn im Endeffekt spielen sich die drei Kampagnen genau gleich, nicht ein einziger Unterschied ist zu finden. Das ist einfach nicht Resident Evil und vorallem nicht das, was man mir versprochen hat.

Dazu kommt noch eine veraltete Technik die mit hässlichen Texturen glänzt. Stellenweise dachte ich, diese wären direkt aus Resident Evil 4 kopiert worden. Es ist schon Schade, denn stellenweise sehen die Charakter echt gut aus. Aber nur stellenweise und dann auch nur im richtigen Licht, am Besten wäre hier noch ganz ohne Licht. Nur um genau zu sein. Denn die Beleuchtung ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Manchmal sieht das ganze schon sehr stimmig aus, vorallem zu Beginn der Kampagne von Leon. Aber da nutzt man eben auch fast gar kein Licht. Denn wenn zu viel Licht eingesetzt wird, sieht das ganze schlagartig wie 5 oder 8 Jahre alt aus. Und das sollte bei einem AAA-Tiitel nicht der Fall sein.

Zu der altbackenen Technik gesellt sich ein altbackenes und dann auch noch schlecht zusammen kopiertes Gamedesign mit Elementen der Gears of War-Reihe und der Uncharted-Reihe ohne auch nur einmal in Ansätzen deren Klasse zu erreichen. Das Cover-System ist sehr merkwürdig und krude gestaltet, ist dazu noch alles andere als gewohnt oder gar einfach zu verwenden. Sinnvoll ist es auch nicht, da "Spray & Pray" meist zu einem besseren Ergebnis führen als die Verwendung des Systems. Die Bosskämpfe sind genauso einfallslos wie schon in Resident Evil 5: Finde den orangen Punkt und schieß drauf bis sich irgendwas tut. Das ist platt, dumm und auch sehr langweilig. Während den Bosskämpfen tut sich halt auch einfach nicht viel das einen unterhalten könnte. Man arbeitet stur eine Phase nach der anderen ab und bekommt zwischen den Phasen ein kurzes Video. Design aus der Steinzeit.

Die Steuerung selbst glänzt mit "tollen" "Neuerungen" wie der Möglichkeit beim Zielen auch zu laufen. Nicht das wir das schon in Millionen anderer Titel hatten und dort schon sehr gut funktioniert hat. Unterschied hier: Nur wer zielt kann schießen. Irgendwie hab ich das bei Gears of War anders im Kopf und vorallem um Welten besser. Dafür wurde die Inventarverwaltung vereinfacht, man hat nun ein paar Leisten in denen man Kräuter mischen kann oder auch Gegenstände in den Müll werfen darf. Tauschen ist nicht mehr. Gut gemacht Capcom, direkt ein sinnvolles Feature aus einem Co-Op Spiel gestrichen. Das schafft auch nur ihr.

Was allerdings wirklich gut gelungen ist, ist der Sound. Die Soundkulisse passt sehr gut zum Spielgeschehen, wenn man mal von den Endvideos der jeweiligen Kampagnen absieht. Auch die Stimmen der englischen Synchronsprecher finde ich sehr passend gewählt.

Allerdings will ich nicht hören was sie sagen, denn die Dialoge sind selbst für Resident Evil Verhältnisse richtig, richtig, richtig dumm. Solche Dialoge muss man erst mal unterbieten können und RE6 schafft es. Regelmäßig. Dauerhaft. Bis es weh tut. Und das wird es. Die Handlung ist mittlerweile so verfahren und dumm, das man einfach immer weiter reinholzt. Ich bin schon gespannt welcher Virus als nächster kommt. Selbst die Helden sind schon gar nicht mehr motiviert die Ausrottung ganzer Städte noch entsprechend zu kommentieren. Scheinbar haben die das einfach zu oft gesehen. Wie ich auch schon.

Aber genug der schlechten Worte, kommen wir doch mal zum positiven.

Gut, das waren genug. Falls ihr da Text sucht, lasst es. Es gibt keinen. RE6 ist einer der Titel die man stehen lassen sollte, denn als Resident Evil taugt er nicht. Und als reines Actionspiel ist die Konkurrenz so viel besser und um so viele längen voraus. Allerdings: Wer es zocken will, der sollte einen Kumpel dazu holen und einen Kasten Bier. Bei jedem unlogischen, dummen, unverständlichen Moment oder bei jedem Fehler muss getrunken werden. Der Kasten wird leer werden. In Rekordzeit. Versprochen.

Sunday, June 24, 2012

Max Payne 3


Damals war Max Payne und auch sein Nachfolger so ziemlich mein Lieblingsspiel. Schnell Action, Bullettime, ein richtig cooler und bis weilen selbstzerstörerischer Held, der von einer Tragödie in die nächste rutscht und das ganze auch noch in stylische Comiczwischensequenzen verpackt. Kurz: Einfach ein geiles Erlebnis. Nun, nach gefühlten Jahrzehnten der Ruhe kommt Max wieder. Aber diesmal nicht von Remedy sondern von den Rockstar Studios. Und auch nicht in New York, sondern in Sao Paulo. Auf gehts, Rockstar!

Ich hab mich schon richtig drauf gefreut, endlich wieder Max! Leider hat Diablo 3 mich ein bisschen davon abgehalten, direkt zu zu schlagen. Was wahrscheinlich auch gut so war. Eigentlich wäre es noch besser gewesen, wenn Diablo 3 auch weiterhin verhindert hätte, das ich mir das Spiel kaufe. Denn außer Max Payne, dem Charakter (der schon wieder anders aussieht), ist nichts von der alten Reihe übrig. Und das ist schon sehr, sehr wenig.

Wird dadurch das Spiel jetzt schlechter? Im ersten Moment nicht, aber auf den zweiten Blick wird daraus ein klares ja. Das neue Setting in Sao Paulo ist eigentlich nicht schlecht gewählt und es wird schon recht früh erklärt, warum man ausgerechnet in eine solche warme Stadt zieht.

Die Handlung... Einer der Knackpunkte des Spieles. Die anderen beiden Teile waren auch keine Überflieger, aber sie wussten Aufgrund der Erzählweise und der stimmigen Charaktere zu überzeugen. Im neuen Teil ist das alles ein bisschen 08/15 geraten. Reiche Familie in Südamerika, hier mal was illegales, da mal was illegales, braucht einen Beschützer. Muss ich mehr von der Handlung erzählen oder kann sich jeder denken wohin das führt? Es ist einfach so platt und vorhersehbar, das einem schon weh tun muss. Man hatte so viele Möglichkeiten und geht den ersten Weg, der auch noch der langweiligste ist. Ich war durch die Bank frustriert wenn die Handlung weiter fortgeschritten ist, weils einfach zu öde war, zu berechenbar und absolut keine Überraschungen bietet. Vielleicht hab ich auch einfach schon zu viele Spiele gezockt und Filme / Serien geschaut. Ich weiß es nicht, aber ich weiß, das sowas nicht sein darf. Vor allem nicht bei einer Marke wie Max Payne.

Technische MP3 hingegen fast alles richtig. Die Grafik sieht gut aus, die Charaktermodelle sind sehr gut gelungen. Die Umgebungen sind wirklich sehr schön, leider sehen die Büros halt aus, wie Büros eben aussehen. Auch der Waffensound und die englische Synchronisation sind sehr gelungen und hören sich klasse an, da braucht MP3 keine Angst vor der Konkurrenz haben.

ABER! Warum zum Henker habe ich nach einer Zwischensequenz nicht mehr die selbe Waffe in der Hand wie davor?! Das hat mich einige Leben gekostet. Wie kann man solche Anfängerfehler machen? Es ist richtig frustrierend, wenn sich Cutscene an Cutscene reiht und ihr zwischen drin ständig die Waffe wechseln müsst, weil z.B. kaum Munition vorhanden ist, das Spiel euch aber immer genau diesen Ballermann in die Hand drückt. Warum?!

In Chapter 8 hatte ich dann auch noch einen Game-Breaker-Bug, sehr gut. Wirklich sehr gut. Im Endeffekt muss man von Punkt A zu Punkt D laufen. Auf dem Weg dahin muss man an Punkt B und C pausieren. Von C wusste ich aber nicht, weil ich direkt von B nach D laufen konnte. Blöd nur das man dann nicht weiter kommt. Und nein, das Spiel sagt einem nicht was man falsch macht. Man steht vor verschlossener Tür und gut ist. Geniales Design Rockstar, wirklich geniales Design. Und nein, Gegner waren auch nicht mehr in Sichtweite, daher reset.

Und dann diese nervigen Stellen an denen ich Leute beschützen muss. Die selbst Schusswaffen haben! Die werdens ja wohl selbst schaffen sich zu verteidigen! Es kann doch nicht sein, das ich ständig der Babysitter von allen bin?! Sorry, aber wenn sich der Ex-Cop nicht selbst verteidigen kann, dann soll er drauf gehen und gut ist. Nächster Handlungsstrange bitte! Ach shit! Gibt es nicht, damit gehts zurück zum Savepoint und hoffen das sich der nervige Mitstreiter diesmal ordentlich versteckt und nicht wieder auf freier Fläche um sich ballert.

Geil war auch die Stelle an der ich zu einem Gegner hinlaufen musst! Das Spiel zwingt mich hin zu laufen, weil er nicht aus der Deckung kommt, solange man auf ihn zielt. Und er schaffts auch jedesmal in Deckung zu gehen bevor ihn die Kugel trifft. Das Game strotzt nur so vor Designpatzern. Es ist unglaublich, das man so einen Titel bereits in den Laden stellt. Man hätte viel mehr nachbessern müssen!

Über die Handlung hab ich mich ja nun schon ausgelassen, daher jetzt mal ein paar Worte zur Erzählweise. Keine Comics mehr, als in In-Game-Grafik gehalten. Mit ein paar "netten" Effekten, die das Bild verwischen oder ein zweites Bild leicht verschoben in rot oder blau oder türkis drüber legen. Wie eben bei Assassins Creed auch schon. Da lass ich es mir eingehen, da wird eben auch "nur" simuliert. Aber hier? Was soll das? Jedes mal wenn ich mich an Max wieder erfreuen durfte, seinen markigen bisweilen traurigen Sprüchen lauschen durfte, kommt so ein Mist um die Ecke. Jedes mal werd ich dadurch aus dem Spiel gerissen und versuche nur krampfhaft zu erkennen, was genau zeitweise überhaupt los ist. Ich kann mir das auch nicht zu lange anschauen, denn es langweilt mich einfach zu sehr. Es ist einfach zu 08/15, zu Standard, zu platt.

Dann kommen wir noch zur Steuerung und die hats in sich. Nicht weil sie besonders gut ist, schön wärs. Max reagiert auf Eingaben verzögert, bei wechselnden Sidesteps braucht der alte Mann noch einen extra Schritt, der Zeit kostet und in hektischen Situationen dafür sorgt, das man eher straucheln über das Feld rennt anstatt mit geplanten Schritten und gezielten Schüssen die Gegnerdichte verringert. Die ersten paar Kapitel dachte ich noch, das es evtl daran liegt, das Max so viel trinkt. Aber nein. Daran liegt es nicht, leider. Am Ende bleibt einem da nur eine ungenaue Steuerung. Danke Rockstar für diese Mühe.

Finale Worte:
Nicht kaufen, zumindest nicht zum Vollpreis. Das lohnt sich einfach nicht. Als neues Franchise könnte ich viele Fehler verzeihen, aber basierend auf den Vorgängern fällt mir der Titel einfach zu weit ab. Weder Handlung noch Nebencharaktere können mich wirklich fesseln.

Tuesday, June 19, 2012

Rundumschlag!

Darksiders / Lego Harry Potter Years 5-7 / GTA Vice City / Final Fantasy X
Was hab ich eigentlich im ganzen letzten Monat getrieben, wenn ich schon keinen Blogeintrag produziert habe? Ich hab stellenweise arge Zeitnot gehab, danke noch mal an Diablo 3 und hab die Zeit genutzt vieles Alte erneut anzuzocken oder durch zu zocken.
"Warum?", mögt ihr euch jetzt denken. Immer hin gibt es genug aktuelles, geniales, geiles was man zocken könnte, mögt ihr jetzt sagen. Ja, da habt ihr recht. Aber man muss nicht immer mit der Zeit gehen, vorallem wenn irgendwie alles so gleich aussieht. Und sich so gleich anhört. Daher dachte ich mir: Komm, nimmst mal paar alte Sachen an die Hand und schaust einfach wie die Spiele so sind. Aber irgendwie wurden das dann weniger alte Titel als gedacht. Genug gelabbert, fangen wir mal mit den beiden PlayStation 2 Titeln an.

Final Fantasy X
Falls jetzt jemand wirklich fragt, warum ich mir Paustbacken-Titus antue: Final Fantasy 13 ist scheiße. Ich wollte einfach mal wieder ein gutes Final Fantasy Game zocken und nicht diesen Mist, den Square in letzter Zeit so alles abgelassen hat. Man kanns als Frustreaktion betrachten, denke das trifft die Sache ganz gut.
Wie ist FFX jetzt eigentlich gealtert? Sehr gut würde ich sagen, denn Paustbacken-Titus ist immer noch am Start und hat Hamsterbacken wie eh und je. Die Steuerung geht nach wie vor gut von der Hand und die Kämpfe sind auch für heutige Verhältnisse spannend und abwechslungsreich. Hab ich schon erwähnt das man jedes Partymitglied im Kampf steuern kann und so tatsächlich richtig gute und intelligente Angriffe starten kann? Hab ich auch schon erwähnt das die Charakter bei weitem nicht so 08/15 und weinerlich rüber kommen, wie in FF13? Und hab ich schon erwähnt das FFX im Gegensatz zu FF13 auch tatsächlich Spaß macht und nicht nur gut aussieht? Man hat coole Möglichkeiten den Charakter auszubauen, die Handlung ist kein weinerlicher Mist und ich kann mich da rein versetzen, weil ich nicht alle paar Minuten vom Kampfsystem frustriert bin. Oder dem 20 Stunden Tutorial. Hach ... Damals ... da wusste noch keiner was für einen Mist Square Enix noch machen wird....

GTA Vice City
Ich habs früher nur auf dem PC gezockt und irgendwann dann noch für meine PS2 geholt. Aber irgendwie lag das Game nur rum und wurde tatsächlich nur einmal angezockt. ANGEZOCKT! Aber das sollte nun auch geändert werden. Okay, viele Stunden sind auch nicht reingeflossen, vielleicht so 5 oder 6. Es waren aber wieder richtig geniale Stunden. Leider sieht man dem Spiel das Alter deutlich an, denn das schönste ist es wirklich nicht. Da die PS2 ja nicht auf Full-HD hochskaliert und die PS3 einfach keine PS2 Titel unterstützen will, ist das schon ein kleiner Krieg mit den Augen. Die Steuerung geht auch heute noch recht gut von der Hand, auch wenn ich mir die Kamerasteuerung besser vorstellen könnte, aber gut, solche 3D Welten waren damals ja noch neu. Taugt das Spiel heute noch? Auf jedenfall! Es ist einfach überzogen, arcadig und spaßig ohne Ende. Die Dialoge sprühen vor Wortwitz und die Handlung wird auch gut erzählt. Eigentlich sollte ja klar sein, das es sich um einen Pflichttitel handelt.

Darksiders
Darksiders und ich haben eine kleine Vorgeschichte. Letztes Jahr hab ich das Teil mit einem Kumpel aus der Videothek ausgeliehen und waren sehr weit, glaube fast durch. Ich wollte wissen wie es ausgeht, aber da es seine PS3 war hab ich natürlich auch keine Savegames. Von daher musste ich eh von vorne anfangen und hatte mich dann die Tage mit Darksiders für XBox 360 beschenkt. Ich bin direkt ins Spiel gehüpft und war erneut fasziniert, wie genial sich der Titel spielen lässt. Spaß, Spannung, Intrigen. Bisschen Blut, viel Action und faire Sprungpassagen. Eigentlich hätte Darksiders einen eigenen Artikel verdient, aber dazu fehlt momentan die Zeit irgendwie. Zurück zum Spiel: Ihr hüpft rum, klettert rum und fühlt euch wie in Zelda, dann kommen Gegner und ihr fühlt euch wie in God of War. Die Rätsel sind auch sehr Zelda-esque und gut lösbar. Ihr könnt neue Angriffe für euere Waffen lernen und findet in Kisten neues Leben. Natürlich sind das alles keine neuen Elemente, aber die Kombination macht es zu so einem geilen Spielerlebnis. Es lohnt sich in der Tat dem Titel eine Chance zu geben, vorallem da bald auch auch noch der Nachfolger vor der Tür steht.

Lego Harry Potter Years 5-7
Es ist Lego. Was will man da eigentlich noch dazu schreiben? Ich habs alleine durch gezockt und fand es recht gut schaffbar. An ein paar Stellen wusste ich nicht weiter, da musste ich dann im Internet nach einer Lösung suchen und hab mich dann gefragt wie man da drauf kommt. Irgendwie schießen manche Rätsel sehr stark übers Ziel hinaus. Aber ansonsten sehe ich keinen Raum für Kritik. Es spielt sich wie die anderen Titel auch, hat aber wieder dieses Harry Potter Flair, das einfach sehr gut rüber kommt. Die düstere Handlung der Teil 5-7 kommt in dem Spiel auch sehr gut rüber. Allerdings bezweifle ich das man ohne Vorwissen versteht worums geht. Álles in allem war ich am Ende begeistert und kann es jedem nur ans Herz legen, denn die Passagen aus den Filmen wurden sehr gut umgesetzt.

Sunday, May 6, 2012

Resident Evil 5 - Revisited


Irgendwann vor vielen Jahren, so ca um den Release hab ich Resident Evil 5 schon mal durch gezockt. Und ich war nicht begeistert oder erfreut oder angetan. Irgendwie hat mich das Spiel so gar nicht flashen wollen. Es war stupide, langweilig, eintönig und die Handlung ist wieder am absoluten Bullshitpunkt angekommen. Und ich hab mir selbst versprochen, das Spiel nie wieder anzufassen. Nie wieder. So mies wars. Aber nun hat sich ein Kumpel eine XBox 360 geholt und wir wollten was im Ko-Op zocken. Also gings wieder zurück nach Afrika und damit wieder zurück in das Unglück.

Ich war überrascht, als ich angefangen hab das Spiel erneut zu zocken. Der Einstieg war ein bisschen holprig, da mein Ko-Op-Partner nicht ganz so fit mit dem Controller war, aber diese anfänglichen Probleme konnte ich dann mit unendlicher Munition meiner Seits lösen. Die ersten Kapitel liefen auch echt spaßig ab und haben mich bei der Stange gehalten. Die Grafik ist auch heute noch ganz ansehnlich, setzt die ganze Sache auch ganz gut in Szene.

Bis zum Ende von Kapitel 4 hats mir richtig getaugt und ging auch gut ab. Die Handlung machte auch bis dahin recht viel Sinn. Zumindest hab ich noch eine gewisse Logik erkennen können. Und es war auch nicht zu krass übertrieben. Aber dann. Dann. Dann kam das 5. Kapitel und ich war nur noch frustiert. Es hat sich nur noch gezogen, die Gegner hatten Waffen und konnten damit eher schlecht als recht umgehen. Ab und zu gibts dann auch noch ein mieses Deckungssystem, das irgendwie sehr stark aufgesetzt wirkte. Man kann auch einfach darauf verzichten, sehr effektiv ist die KI eh nicht. Das einzige gefährliche sind Granaten und Dynamitstangen. Aber selbst für das einfache Werfen fehlt oftmals noch die Intelligenz.

Leider hatten wir beim Zocken den ein oder anderen Disconnect, passiert und man kann dem Spiel dafür keinen Vorwurf machen. Allerdings hab ich in diesen Moment die KI meiner Mitstreiterin kennen gelernt. Oder besser gesagt: Die Erinnerung daran wurde aufgefrischt. Und sie ist mies. Richtig mies. Die Mitstreiter-KI wirkt sogar noch hilfloser als die Gegner-KI, denn letztere schießt wenigstens auf mich. Ich muss vor meiner Kollegin sogar wegrennen, weil sie versucht mich zu heilen, obwohl es noch lange nicht nötig ist.

In den letzten beiden Kapitel bin ich echt genervt gewesen und musste zeitweise aufhören, weil ich einfach zu gestresst davon war. Am Ende haben wir das dann doch noch geschafft und das Ende bewundert. Irgendwie hat RE5 nach den letzten beiden Kapiteln einen eher miesen Eindruck hinterlassen.

Aber da es ja die Gold Edition ist, gabs die Addons auch noch dazu. “Lost in Nightmares” haben wir uns dann auch noch zu gemüte geführt. Und ich muss sagen: “WTF?!”. Warum war der Rest vom Spiel nicht so? Es war spannend, es war düster, es war Horror. Und es gab nur ein paar Gegner, die aufgrund der wenigen Munition zwar für leichte Panik sorgten, aber es machte Spaß. Ich wünsch mir das der nächste RE-Teil genau das bietet, mit Ko-Op Modus. Dann wärs das perfekte Resident Evil Spiel.

Für 20€ kann man den Titel mitnehmen, wenn man mindestens einen Freund hat, mit dem man es durch spielen kann. Alleine macht es einfach keinen Spaß, es will einfach nicht in fahrt kommen. Aber Ko-op taugt es und man kann die miese Handlung in kauf nehmen.

Sunday, April 15, 2012

The Darkness II


Gleich vorweg: Ich hab den ersten Teil nicht gespielt und die Comics auch nie gelesen. Ich hab quasi einen Quereinstieg mitten drin hingelegt. Natürlich hatte ich mich im Vorfeld, also zu Release, schon in den Medien informiert, allerdings wollte mich der Titel nicht so recht in seinen Bann ziehen, was vorallem an der kurzen Spielzeit zu scheinen lag. Dazu kamen auch noch Titel wie Kingdoms of Amalur raus. Aber wie durch ein Wunder konnte ich vor ein paar Tagen The Darkness 2 in der Limited Edition zu einem guten Preis mitnehmen. Zum Spiel gibts noch Comics die man Online lesen kann, was ich ganz cool finde. Leider hatte ich bisher noch keine Zeit, daher kann ich über die Qualität eben dieser nichts sagen. Aber jetzt mal zum Spiel selbst.

Der Comicstyle, der ähnlich wie in XIII gehalten ist, kommt ganz gut rüber, überschwemmt nicht mit zu vielen Effekten und passt einfach zum Comicursprung der Handlung. Die Effekte sind eher Standard, hier eine fette Explosion, da ein bisschen Feuer. Alles schon zu oft gesehen. Wirklich cool sind aber die Animation der Tentakel wenn man einen Finisher hinlegt. Ich gehe jetzt davon aus, dass die deutsche Version geschnitten ist, da mir sonst die Bewegungen nicht recht einleuchten wollen. So wird dann euer Opfer gezweiteilt oder auf den Boden geschlagen. Wenn ihr nicht gerade Finisher nutzt, kann der eine Tentakel Gegenstände als Wurfgeschosse verwenden um so Gegner aufzuspießen. Der Andere wird geschickt als Peitsche verwendet und ihr klatscht die Gegner nur so Reihenweise gegen die Wände.

UH! Und dann reden die Tentakel mit euch! Versuchen euch zu manipulieren und weiter ins Dunkel zu treiben. Hat mir echt gut gefallen, weil die englische Vertonung sehr gut gelungen ist. Im allgemeinen ist die Handlung und deren Erzählweise wirklich spitzenklasse. Kann auch daran liegen das man sich gut bei den Comics bedient hat, kann ich ja leider noch nicht beurteilen. Vom ersten Moment bis zur letzten Sekunde war ich quasi Jackie und hab mit ihm mit gefiebert und war an manchen Stellen so verwundert wie der Charakter selbst auch. Sehr gut gemacht, Digital Extremes.

Der Sound hingegen ist ein zweischneidiges Schwert. Die Dialoge und Stimmen im allgemeinen sind sehr gut gemacht, klingen glaubwürdig und verleihen der Welt rund um Jackie seinen eigenen Charm. Die Waffengeräusche auf der anderen Seite sind recht druck arm, da gabs mit den Modern Warfare-Teilen schon wesentlich besseres auf die Ohren.

Aber ist The Darkness II nun den Kauf wert? Ist es etwas besonderes? Ja und Nein. Oder Nein und Ja. Im Endeffekt bekommt man hier einen Standardshooter der nur von der dunklen Handlung, den starken Charakteren und den Tentakeln lebt. Machen wir uns nichts vor: Wenn ich nicht ständig Gegner gegen Wände geworfen hätte ich nach dem 3. Level bereits aufgehört.

Die Tentakel reißen es wirklich raus. Es gibt einen Abschnitt da verzichtet man auf die Tentakel und schlagartig wird einem bewusst wie 08/15 das Spiel eigentlich ist, abgesehen vom Grafikstil. Wenn man das Spiel günstig findet, kann ich nur dazu raten zuzugreifen. Zwar ist der Titel nach gut 6 Stunden vorbei, die vergehen allerdings wie im Flug. Dazu kommt noch ein Co-Op-Modus der gesonderte Mission bietet und danach ein New Game +. Genug Stoff um ein paar Stunden Spielspaß aus dem Titel zu holen.

Tuesday, April 10, 2012

Mafia 2


Meine Geschichte mit Mafia 2 hat so seine Eigenheiten. Ich hab mich wahnsinnig auf das Spiel gefreut und konnte kaum noch warten das es im Laden steht. Als es dann da war, hab ich es komplett ignoriert. Ich hab mir damals eine gebrauchte Version für PS3 zu gelegt und hatte damals die ersten 9 Kapitel gezockt. Ich hab viel geflucht und geschimpft, es hat mir einfach keinen Spaß gemacht. Ich war zu oft genervt, zu viele Patzer im Spieldesign und irgendwie kam kein Mafia-Flair bei mir auf. Dem entsprechend schnell hab ich das Spiel auch wieder verkauft. Vor ein paar Wochen hatte ich wieder Bock drauf und habs mir wieder bestellt, der Preis ist ja mittlerweile in den Keller gefallen und die DLCs gibt es oben drauf. Daher gibts hier "Mafia 2 - Auf den zweiten Blick".

Viele Patzer von damals sind mir heute gar nicht mehr aufgefallen, vielleicht auch weil ich das Spiel nicht mehr fast schon zwanghaft lieben wollte.  Vielleicht lags auch einfach nur am Gamepad, das mit die Steuerung so verhagelt hat, denn nach wie vor liegt meine Präferenz auf dem XBox-Drücker. Aber genug davon, auf gehts zum Spiel.

Die Grafik ist detailiert, zumindest für ein Open-World-Spiel. Immer wieder gibt es kleine Details die cool gemacht sind, das Design ist mehr als nur stimmig und fängt die 40er und 50er perfekt ein. Glaube ich zumindest, so alt bin ich ja dann doch nicht. Allerdings ist Open-World hier nur begrenzt "open", denn ihr könnt zwar durch die ganze Stadt heizen wie ihr wollt, es gibt aber leider nicht viel zu tun. Das war auch schon im ersten Teil so. Warum also eine offene Stadt? Um Glaubwürdigkeit zu schaffen, um den Charakteren und der Handlung eine coole Spielwiese zu bieten.

Dazu passend natürlich der Sound. Der Soundtrack zum Spiel ist wirklich gelungen und geht sofort gut ins Ohr und bleibt auch da. Er wirkt einfach passend zur Epoche und macht Spaß. Die Dialoge sind, zumindest im Englischen auch genial vertont und die Charakter wirken dadurch sehr glaubhaft. Auch der Inhalt der Gespräche ist gut geschrieben. Leider muss ich auch gleich eine Warnung aussprechen: Die Handlung selbst ist eher Standard und wird keinen überraschen der bereits mit der Mafia, in Filmen, Büchern oder Spielen, zu tun hatte.

Vito, der Hauptcharakter, legt eine gute Show hin und ihr folgt seinem Aufstieg in der Mafia, mit dem ein oder anderen Umweg. Der Spaß dauert gerade mal 8 - 9 Stunden, denn abseits der Haupthandlung gibt es nicht mehr viel zu tun. Ihr könnt zwar Läden ausrauben und Autos klauen, aber das bringt euch nur an einem Punikt des Spiels etwas. Abseits davon ist es einfach vorhanden, mehr aber nicht. Damit kann man zwar Geld verdienen, aber das ist unnötig.

Ansonsten gibt es die typischen Spielelemente: Autos klauen, fliehen, jagen, verfolgen und jede Menge Schießereien aus der Deckung. Ja, Mafia 2 ist ein Cover-based Shooter, es funktioniert, wird aber keinen vom Stuhl hauen, dafür ist es zu sehr Standard.

Für den aktuellen Preis kann man aber jederzeit zu greifen, da die DLCs auch noch ein bisschen Zeit verschlingen. Leider bin ich bisher nicht dazu gekommen, die auch noch zu beenden.

Sunday, March 25, 2012

Mass Effect 3

Das Ende der Trilogie. Oder auch: Wie  Bioware am Besten den Fans mehr Geld aus den Taschen ziehen kann. 

Ich bin ein großer Fan der Mass Effect Reihe, denn der erste Teil brachte actionlastigere Unterhaltung mit vielen RPG-Elementen und Erkundungseinsätzen. Auch wenn die Steuerung des Panzers nicht ideal war, so waren die Szenen immer eine willkommene Abwechlung. Die Handlung und die Einführung in die Galaxy von ME ist damals wirklich gut geglückt und hat mir viele freudige Stunden bereitet.

Dann kam Mass Effect 2. Erste dunkle Wolken am Himmel. Das Cover-System wurde wichtiger, es gab plötzlich Munition auf die man achten musste und im Allgemeinen wurde der Actionanteil stark angehoben. Leider wurde damit auch die Erkundungen eingeschränkt, so das am Ende nur noch ein nerviges Sondengeballer auf Planeten blieb.

Und jetzt ist Mass Effect  3 hier. Nach gut 23 Stunden bin ich endlich durch und bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite macht es wahnsinnig viel Spaß, auf der anderen Seite hat es so viele Schwächen die eigentlich nicht sein dürfen. Aber nun erst mal der Reihe nach.

Wie bei den bisherigen Teilen auch wird ME3 von der Unreal 3 Engine befeuert, das sorgt für wirklich gute Grafik, sowie stimmungsvolle Effekte. Im Allgemeinen ist die Athmosphäre sehr dicht und packend, man merkt an jeder Stelle das es der finale Kampf ist, das man kaum noch Hoffnungen hat. Dazu passend natürlich die musikalische Untermaltung, die nie wirklich in den Vordergrund tritt, dafür aber die Szenerie verstärkt. Das alles sind Merkmale die die Mass Effect Reihe groß gemacht haben, gibt es dann überhaupt Neuerungen?

Ohja, das gibt es. Mass Effect 3 wurde leider weiter auf Action getrimmt. Die Missionen laufen nun alle nach dem gleichen Schema ab: Auf dem Planeten landen, alles töten, wegfliegen. Keine Erkundungen des Planeten, kein Scannen mehr nötig. Simples rumballern mit Cover-Funktionen, quasi ein Gears of Effect oder Mass of War wenn man so will. Das ist sehr schade und wird vorallem dem großartigen ersten Teil in keinster Weise gerecht. Nach einer gewissen Zeit wird das ganze auch noch extrem eintönig und richtig öde. Da hätte man mehr machen können und auch müssen. Vorallem wenn man bedenkt das ein Standardshooter um die 6 - 10 Stunden lang ist kann man sich gut vorstellen wie übel das nach 20 Stunden ist. Oh und nein, gegen Ende tut man dann nichts anderes als eine Gegnerwelle nach der anderen zu plätten. Stupide von Anfang bis Ende. Ich habs auf normal gespielt und kann nicht mal behaupten das es anspruchsvoll war, im Gegenteil. Eine Herausforderung hat hier komplett gefehlt. Eventuell liegt es auch daran das ich einen Charakter importiert habe, aber sollte das der Fall sein, hat Bioware noch miesere Arbeit geleistet als ich bisher vermutet hatte.

Weiter gehts: Die Handlung wird echt packend erzählt und es macht auch Spaß ihr zu folgen. man hat wieder viele Entscheidungsmöglichkeiten die sich auch unterschiedlich auswirken und damit auch bestimmen ob ihr ein guter oder ein böser Shepard seid. Und da kommen bereits die großen Probleme von Teil 3. Dazu aber später mehr, ich möchte hier nicht zu sehr spoilern. Es wird viele Stellen geben an denen ihr euch fragt: Warum habe ich mich so entschieden? Den einige Entscheidungen stimmen einen tatsächlich leicht traurig. Die Handlung ist auch das einzige, was das Spiel trägt, denn das Gameplay ist zu eintönig. Wenn ich Neueinsteiger wäre, könnte ich nicht verstehen, warum so eine Faszination um Mass Effect besteht. Jegliche Tiefe wurde gestrichen. Es gibt einige Stellen, da konnte ich nur mit dem Kopf schütteln, da mir einfach nur Schwachsinn serviert wurde. Allerdings kommen diese Stellen erst relativ spät im Spiel, eine Entschädigung dafür gibt es auch sofort in der darauf folgenden Mission.

Ein großes Problem sind einfach die vielen Logiklöcher und das Ende selbst, aber dazu gibt es unten mehr.

Sollte man sich jetzt Mass Effect 3 kaufen oder nicht? Das ist eine schwere Frage. Was mich sehr verärgert hat ist die DLC-Politik von Bioware. Bereits zum Release gibt es einen weiteren Charakter den ich zusätzlich kaufen muss. Bei Dragon Age: Origins und Mass Effect 2 wurde dieser wenigstens der Disk als Code beigelegt. Solch eine Politik unterstütze ich nicht, daher kann ich auch nicht sagen, wie sich der neue Charakter auf die Handlung auswirken würde. Auch die Ankündung neuer Enden finde ich absolut bescheuert, immerhin ist das Ende so, wie es sich Bioware gedacht hat, dazu weiter unten mehr.
Dazu kommt, das man die Bereitschaft für die Galaxie nur mit dem Multiplayer Modus steigern kann, zumindest wirkt es so auf mich, denn bei mir hat sich da nichts getan. Danke Bioware das ich bei einem Solospiel zum Multiplayermodus gezwungen werde. Ganz miese Idee.
Ich kann keine Kaufempfehlung aussprechen, dazu hat ich zu viele Frustmomente, war zu oft genervt und bin zu sehr von der Politik von Bioware enttäuscht. Es ist ein gutes Spiel, aber bei weitem nicht der Abschluss, den die Reihe verdient hätte. Leider sorgt Teil 3 dafür, das die ganze Reihe auch weniger relevant ist und einfach nur ein sanftes belangloses Geplänkel ist. Sehr gut gemacht, Bioware.



Und jetzt kommen wir zu ein paar Logiklücken und dem Ende. Daher: Spoilerwarnung!





°°°~~~---Spoiler---~~~°°°




Wie oben bereits erwähnt bestimmen eure Entscheidungen, ob ihr auf der guten Seite oder der bösen Seite steht. Während des Spiels ist das ganz witzig und man kann auch schnell fatale Entscheidungen treffen. So habe ich aus versehen die Quarians ausgelöscht, weil ich den Geth die Freiheit schenken wollte. Blöd nur: Wenn man weiß wie man die Missionen angeht, kann man beide Seiten retten. Die Option fehlte bei mir komplett, was mich im nachhinein auch sehr geärgert hat.

Es geht aber noch schlimmer: Es ist schlicht weg scheiß egal was ihr im Spiel anstellt. Es ist auch scheiß egal was ihr in den anderen Teilen getrieben habt. Das Ende besteht aus den gleichen drei Abschnitten. Shepard stirbt (außer die militärische Stärke ist hoch genug), die Mass Relays werden zerstört und die Normandy legt eine Bruchlandung hin. Egal wie ihr euch entscheidet. Das ganze ist so hohl, das es sogar die eigenen Aussagen weniger Minuten zuvor widerruft. Ich hab z.B. das Ende gewählt, bei dem ich die Reaper kontrollieren will, dafür sollen die Mass Relays und die Geth ganz bleiben. Und BÄM! zerstört. Warum?

Noch ein paar Worte zum Inhalt des Endes: Ich mag es. Es ist traurig, es spiegelt den hoffnungslosen Kampf und die Aussichtslosigkeit wieder.Ich finde es cool das in meinem Ende Shepard stirbt, aber ich finde es mies, das es nur schwer möglich ist ein anderes Ende zu erreichen. Es steckt zu viel Arbeit dahinter. So viel Arbeit, das ich gar kein Interesse mehr an dem Spiel habe.

Was mir aber sehr gut gefallen hat, war das kurze Video nach den Credits: Das ist alles eine Legende und die Idee gefällt mir. Ein alter Mann erzählt seinem Enkel von den Heldentaten Shepards und inspiriert ihn damit. Warum nicht? Einziger Nachteil: Ein weiterer Teil wurde bereits angekündigt. Aber wie will man eine weitere Handlung rund um Shepard erzählen, wenn man ihn seit Beginn seiner Spectre-Zeit bis zur Rettung der Galaxy gespielt hat? Was soll da noch groß kommen?

Thursday, March 1, 2012

Kingdoms of Amalur: Reckoning


Ich hab Kingdoms of Amalur: Reckoning (KoA:R) komplett verpennt. Ich wusste bis wenige Wochen, denke es waren drei Wochen, vor Release nicht mal, dass der Titel demnächst im Laden stehen wird. Und wie er aussieht. Und wie er sich spielt. Und worum geht. Und wie die Welt aufgebaut ist. Es passiert mir wirklich selten das ein Spiel so komplett an mir vorbei zieht, obwohl doch ein so großes Potenzial vorhanden ist. Liegt vielleicht daran, das Skyrim noch im Kopf steckt, ein Final Fantasy13-2 mächtig die Werbetrommel rührt und Mass Effect 3 auch schon in den Startlöchern steht. Nichts desto trotz bin ich per Zufall über das Spiel gestolpert und konnte dann einfach nicht “nein” sagen. Schließlich habe ich ja noch kurz nach Release das mögliche Potenzial entdeckt. Und es wäre so viel mehr möglich gewesen.

Was mich schon wieder stört: Day-One-DLC. Ich mag die Dinger nach wie vor nicht. Ergo: Sollte irgend etwas wichtiges im DLC passiert sein, dann weiß ich es auch nicht. Ich hab ihn mir nicht geladen, dazu fehlt mir einfach das Interesse. Daher gehts hier nur um den Teil, den ich auf der Disk vorgefunden habe.

Aber nur der Reihe nach: Die Grafik sticht einem sofort ins Auge. Im Gegensatz zu eher realistischeren Look von Skyrim zielt KoA:R eher Richtung World of Warcraft und dessen comichaftigeren Optik. Man rennt oder läuft hier durch großflächige Areale, die zwar nett anzusehen sind, aber nicht durch Schönheit begeistern. Allerdings ist die Grafik durchweg stimmig und auch abwechslungsreich. So hängt man in Wäldern ab, ist im nächsten Abschnitt auf weiten Wiesen unterwegs, durchstapft eine Wüste und entdeckt noch so manch andere Eigenheit des Königreichs. Die Gegner sind jetzt auch nicht so abwechslungsreich. Im Endeffekt gibt es eine handvoll die ihr von Anfang bis Ende alle paar Meter umhaut. Die Namen werden leicht geändert und auch ihre Charakterwerte. Mehr Abwechslung sollte man da nicht erwarten.  Leider sind die Figuren, also NPCs, mit sehr wenigen Details beglückt worden, auch deren Gestik oder, naja, nennen wir es Mimik ist sehr eingeschränkt. Da wäre wesentlich mehr drin gewesen.

Passend dazu gesellt sich auch die Vertonung. Es ist halt wirklich schade wenn mir eine recht gute Handlung erzählt wird und die Sprecher zu nichts zu gebrauchen sind. Irgendwann hab ich dann einfach die Stimmen stumm gestellt und die Texte dazu gelesen. Das hörte sich in meinem Kopf viel besser an. Die Hintergrundmelodien sind durch die Bank sehr gut gelungen und hören sich einfach gut im Ohr an.

Ich befürchte auch, dass ich für meinen ersten Durchgang die falsche Klassen gebaut habe, denn nach der Hälfte der Hauptquests konnte ich nicht mehr verlieren. Ich hab auf meine erste Angriffstaste gehämmert und bin so locker flockig durch das Spiel gekommen. Zu locker und flockig für meinen Geschmack, dabei hab ich “normal” gezockt. Es gab recht am Anfang auch schon eine Stelle an dem mich das Spiel gefragt hat, ob ich nicht lieber auf “Casual” zocken möchte.Und dann wird das schlagartig so leicht aber der Hälfte. Dafür haben sich die Laufwege extrem verlängert, was zeitweise schon frustrierend war. Ich laufe z.B. hoch in den Norden nur um dort zu erfahren, das meine Leute schon eine halbe Ewigkeit da hocken und nicht weiter kommen, weil ich irgendwas im Süden dieses Gebietes machen muss. Wenn das einmal passiert ist es ja okay. Aber wenn das letzte Drittel fast nur noch aus solchen Abschnitten besteht, dann ist das schon nervig. Allerdings liefen die Kämpfe so flüssig von der Hand, das der Spaßfaktor hoch genug war um weiter zu zocken.

Kann man KoA:R nun empfehlen? Schwere Frage. Vorallem wenn man die Konkurrenz mit Skyrim und Mass Effect 3 hat, die beide besser Inszeniert sind und, im Falle von Skyrim, auch in sich besser und klarer aufgebaut sind und von der Handlung besser rüber kommen. Ich erwarte von Mass Effect 3 einen ähnlich guten Aufbau, aber das steht ja noch nicht im Handel.

Ich hab nur die Mainquest durch gespielt und mich kaum bis gar nicht mit den Nebenquests abgegeben, hatte am Ende dann 19 Quests gelöst und hab dafür ca 14 Stunden gebraucht. Da ist noch viel Luft nach oben, man muss sich halt nur mal die Nebenquests anschauen. Für Rollenspielfreunde, die gerade noch Futter für die nächsten Tage brauchen, ist das Spiel mit Sicherheit zu gebrauchen.

Sunday, December 11, 2011

Batman Arkham City


Die Fledermaus ist wieder! Als Batman-Fan hatte man es in der Vergangenheit sehr oft sehr schwer an gute Filme und Spiele zu kommen. Allerdings hat u.a. die Nolan / Bale Kombo bewiesen, das es filmisch möglich ist, Batman ins Kino zu bringen, den Zuschauer zu unterhalten und ihn mit einem guten Gefühl nach Hause zu schicken. Warum also nicht auch am PC und auf den Konsolen? Gute Frage, dachte sich scheinbar Rocksteady und brachte daher vor zwei Jahren “Arkham Asylum” auf den Markt. BÄM! Da war er wieder, der dunkle Ritter. Das Spiel kam aus dem Nichts und hat mal eben den Spielemarkt gerockt. Stark genug um einen zweiten Teil zu entwickeln.

Nun, 2011, brachte Rocksteady “Arkham City” auf den Markt. Statt nur im Asylum unterwegs zu sein, gibt es diesmal einen ganzen Stadteil von Gotham. “Uh! Uh! Uh! Es ist ein Open-World-Spiel!”, mag jetzt der ein oder andere rufen. Ich mag den Begriff “Open-World-Spiel” nicht. Im Endeffekt ist Arkham City ne Spielwiese auf der man einfach mal Leute verprügeln kann oder die Fragezeichen von Riddler suchen darf.

Allerdings hat mich diese “Open-World” jetzt nicht vom Hocker gerissen, ich hatte nie das Gefühl irgendwas erkunden zu müssen. Sollte es einen spielerischen Vorteil dadurch geben, hat ihn mir das Spiel verschmiegen. Die Handlung selbst hab ich bis zum Ende verfolgt, hat mir sehr gut gefallen, nur haben mir manche Entscheidungen und “Wendungen” dann doch sehr im Kopf weh getan. Zeitweise schlägt diese “Superhelden-Idioti” volle Breitseite zu. Ich konnte darüber hinweg sehen und habs durch gezockt.

Spielerisch bietet “AC” einem nicht viel neues. Geschlagen wird immer noch mit der X-Taste, mit der LB-Taste geht man immer noch in den Detektivmodus usw. Das ist alles schön und gut, hat mir im ersten Teil schon gut gefallen. Leider haben die Gegner hier jede Menge Schusswaffen, die dem guten Fledermausmann dann doch zu schnell das Leben auslöschen. Mich hat es schon sehr oft frustriert, aber nach ein oder zwei Anläufen ist jede Stelle zu meistern. Meistens liegts einfach daran, das man die Umgebung nicht gut genug nutzt. Daher immer schön fleißig umschaun und von hinten anschleichen.

Die Dialoge sind wieder einmal sehr gut vertont, zumindest im Englischen. Besonders genial ist mal wieder Joker. Mark Hamil macht hier einen überragenden Job, schade das er damit nun aufhören will. Batmans Stimme kommt wesentlich angenehmer rüber, als die von Mr. Bale wenn er sich ein “I’m Batman” zwischen den Zähnen durch zwängt. Cool ist auch, das man über den Sound darauf hingewiesen wird, wenn ein Gegner eine Schusswaffe aufhebt.

Arkham City ist ein sehr gutes Spiel, das einen für ca 7 Stunden unterhalten wird, außer man will sich einen Wolf suchen. Dann wirds wesentlich mehr. Es ist spielerisch sehr eintönig, weil man eigentlich nur auf X bzw. Y hämmern muss um heil aus den Kämpfen hervor zugehen.

Arkham City sollte man auf jedenfall gezockt haben, es gehört nicht zu den besten Spielen aller Zeiten, aber es ist eines der besten Comicumsetzungen aller Zeiten. Batman-Fans haben das Teil eh schon, der Rest sollte einen Blick riskieren, denn so viel Liebe zum Detail und zum Sourcematerial wie hier, findet man heute leider nur noch selten.

Ein Warnung noch zum Schluss: Wer das Spiel gebraucht kauft, muss auf Catwomen verzichten. Wie dieser Spielteil ist, kann ich nicht sagen, da meine XBox momentan ohne Internet auskommen muss. Danke noch mal an Rocksteady, das ich nur ein halbfertiges Spiel bekommen habe.

Friday, May 27, 2011

Homefront

oder: Eine Geschichte aus dem Land der Dummen.

Es war einmal vor langer Zeit, dort begab es sich, das ein König seinen Sandkasten "Amerika" taufte. Er spielte darin den ganzen Tag und fühlte sich wie der König der Welt. Doch dann kam sein dunkler, kleiner Bruder und bewarf den König mit Steinen, aus seinem eigenen Sandkasten "Nordkorea" schickte er kleine Ameisen los um "Amerika" erobern zu können.
Das ist so ca. die Handlung von Homefront.
Nein, ich übertreibe nicht. Okay, die Sache mit den Sandkästen und den Königen ist erfunden. Aber ansonsten geht meine Interpretation schon so klar. Nordkorea überfällt die Welt, erobert alles was nicht bis drei auf den Bäumen ist und landet jetzt in den USA.
Nein, man spielt nicht auf Seiten Nordkoreas. Man ist ein amerikanischer Staatsbürger, der halt abgeführt wird. Dann geht alles den Bach runter und man ist plötzlich Widerstandskämpfer, weil... weil... weil... ist so? Ich habe den Sprung in der Tat nicht verstanden, scheinbar ich jemand besonderes, weil scheinbar jeder wusste wer ich bin. Außer ich. Top.
Wir wollen mal nicht so kleinlich sein, andere Spiele rocken auch ohne Story, weil das Gameplay und die Optik einfach überzeugt. Und dann ist da noch Homefront.

Ich habe die PS3 Version gezockt, die nur auf 720p läuft und auch nicht mit allzu vielen Details daher kommt. Es sieht alles stark veraltet und langweilig aus. Ihr ballert euch eben 5 Stunden lang durch puren Mist. Dazu kommt, das es einfach flimmert ohne Ende. Es ist echt unglaublich wie sowas heute noch im Laden stehen kann. Und ich hab dafür auch noch Geld auf den Tisch gelegt.

Aber dann ist der Sound bestimmt erste Sahne, oder? Oder. Die Waffen hören sich nett an, aber gegen ein Call of Duty sehen die Geräusche einfach kein Land. Die Dialoge sind lächerlich dumm, die Synchronisation (auf Englisch) ist einfach unter aller Kanone. Das ganz ging stellenweise soweit, das ich einfach den Ton abgeschalten habe.

Neben der glorreichen Handlung und den super vertonten Dialogen gibts ja dann noch das "Acting". Das besteht immer aus einem Haufen KI-Helden, die einfach rum stehen, warten bis der letzte der Truppe auf den Millimeter genau da steht, wo ihn die Entwickler wollen und dann startet erst der Dialog. Das kann manchmal schon ne ganze Ecke dauern.

Weil wir gerade bei KI sind. Dumm, Dümmer, Homefront. Fertig. Mehr Worte braucht man dafür nicht, es war einfach erbärmlich was da passiert ist. Gegner reagieren nicht wenn man sie anschießt oder Gegner versuchen durch Wände zu schießen, was aber nicht geht.

Bringen wir das ganze zu Ende.
Das Spiel ist gut 5 Stunden lang, dem Multiplayer hab ich nicht mal mehr eine Chance gegeben. Spielerisch ist der Titel veraltet und ich war froh als es vorbei war. Wenn euch jemand das Spiel schenkt, dann solltet ihr euch gedanken um eure Freundschaften machen.
Im Endeffekt gibt es zu viel gute Konkurrenz und das auch noch zu günstigem Preis, als das es eine Möglichkeit gibt, die Existenz von Homefront zu rechtfertigen.

Friday, May 6, 2011

Engine OverView, Heute "Doom 3"

Mit der Q3-Engine hatte id einiges richtig gemacht. Vorallem hatten die Modtools wie "Radiant" dazu geführt das selbst für Einsteiger die Engine leicht zu beherschen war. Dies Vorschusslorberren mussten man nun aufnehmen und in die Zukunft blicken. Der Weg war klar, das Ziel in Sicht, das Spiel zur Engine eher unerwartet.

2001 - Ist das echt? Bestimmt gerendert!
Im Febraur 2001 wurden die ersten Szenen von "Doom 3", angetrieben von der gleichnamigen Engine, gezeigt. Die Meinungen waren gespalten ob der Echtheit der Bilder. Schließlich meinte John Carmack damals solche Bilder seien mit einer "Nvidia GeForce 3" möglich. Angeblich war das Video nicht vorgerendert sondern in Echtzeit berechnete Bilder, welche die Zuschauer auf der Hausmesse von Apple sehen konnten. Die Zweifel bleiben, aber Carmack hatte seine Fans und vorallem Shooter Fans seit dem Release von Doom nie enttäuscht. Weitere 3 Jahre sollten ins Land ziehen bis Spieler auf der ganzen Legal an Doom 3 kommen konnten. Der Einschub "Legal" ist an dieser Stelle wichtig, da die E3 Präsentation von 2002 recht schnell ihren Weg ins Internet und dadurch weite Verbreitung fand. Viele Zocker wollten wissen was hinter der Engine steckt, ob es auf ihrem PC läuft und vorallem wie es wirklich aussah. Dabei handelte es sich noch um eine Alpha in der Version 0.02, was man ihr auch ansah. Manche Texturen waren extrem schlecht aufgelöst, so das damalige Grafikbrecher wie "Serious Sam" noch wesentlich besser da standen. Aber wie gesagt: Alpha-Version.


2004 - Ich schick dich in die Hölle! Und die ist nicht mal hässlich...
Endlich war es soweit. Viele Spieler warteten sehnsüchtig auf Doom 3. Aber dazu später mehr. Bevor hier etwas zu dem Titel kommt, wollen wir erst einmal einen Blick auf die Engine werfen. Eines der ersten Dinge die einem auffallen sind die famosen Licht- und Schattenwürfe. Als eine der ersten Engines überhaupt wird hier "Per Pixel Lighning" verwendet. Das bedeutet das nicht einfach für einen Pixelbereich ein Schattenwurf berechnet wird, sondern für jeden Pixel. Diese Effekte funktionieren zwar bereits ab Direct X 8.0, allerdings sind die meisten Direct X 8 - Karten schlicht weg zu langsam um das ganze vernüftig und in entsprechend hoher Auflösung dar stellen zu können.


Die Games:

Doom 3 (2004)

Ein großes Problem war das Doom3 immer nur in Räumen spielte, da die Engine und das Setting nicht für große, offene Flächen geeignet waren bzw. sind. Das hatte natürlich zum Nachteil das sich das Spiel extrem linear gestaltete. Der Titel war sehr "oldschoolig", heißt im Endeffekt folgendes: Tür auf, Gegner schreit auf, Gegner töten, Gegenstand aufnehmen, Gegner springt auf einen zu, Gegner töten, in den nächsten Raum usw. Auch der Horror hielt sich doch eher zurück. Meist sprang ein Gegner euch von hinten oder Seite an, das ganze grundsätzlich aus der dunkelsten Ecke des Zimmers. Ausnahme ist natürlich das der Gegner sich zu euch "teleportiert", also vor euch plötzlich erscheint oder der Kerl einfach zu groß ist um sich zu verstecken. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe warum man Doom 3 entweder mag oder eben nicht, allerdings sind Abstufungen doch eher selten bis gar nicht vorhanden. Als Fazit: Tolle Technik, lange Ladezeiten, veraltetest Spieldesign. Spaß hats mir aber trotzdem gemacht. Da der Titel sowieso grad für 10 € oder weniger an die Volljährigen unter euch wandert kann man da eh nicht so viel falsch machen.


Doom 3 Resurrection of Evil (2005 / indiziert)

Ein paar neue Effekte, ein paar neue Gegner, ein paar neue Waffen. Das wars an Unterschieden. Spaß hat mir der extrem linearaufgebaute Shooter auf jedenfall. Aber vom Pflichtkauf weit entfernt da die Neuerung doch zu selten waren.

Quake 4 (2005 / engl & uk version indiziert)

Quake 4 macht da weiter wo Quake 2 aufgehört hat. Es ist schöner als Doom 3, spielt sich flotter, hat ein paar Schockmomente. Allerdings ist das Leveldesign ab ca der Mitte des Spiels sehr eintönig, da ihr dann in 3 Türmen einen Schalter finden müsst. Diese Türme sind 1:1 identisch, praktisch eineiige Drillinge. Die Geschichte ist halt typisch für das Genre, ebenso der wortkarge Held. Die Waffen sind zum Großteil Standard oder aus den Vorgängern bekannt. Hört sich alles nicht allzu gut an, aber es kommt noch schlimmer. Der deutsche Jugendschutz hat mal wieder radikal zu geschlagen. die Kürzungen führen bei Quake 4 dazu das die Athmosphäre im Spiel massiv leidet.So fehlen Texturen und sogar ein ganzer Spielabschnitt, weswegen die Handlung danach eigentlich keinen Sinn mehr ergibt. Daher: Finger weg von der deutschen Fassung, es ist schon grauenhaft was man mit der Indizierung so alles aus atmospärischen Spielen machen kann. Also kauft bitte nur die englische Version, denn da bekommt ihr alles. Ein weiterer negative Kritikpunkt ist das offene Ende. Wer mit Doom 3 wenigstens ein bisschen Spaß hatte wird mit Quake 4 glücklich werden. Der Rest riskiert einen vorsichtigen Blick oder greift zum leicht besseren Prey.


Prey (2006)

Mit einer verbesserten Technik, bessere Performance und einer witzigen Portaltechnik wollte Prey die Shooterkonkurrenz ausstechen. Die Story war ganz interessant und auch gut erzählt. Prey war definitv einer der Shooterhöhepunkte in diesem Jahrzehnt, allerdings einer mit einigen Schwächen. So zog sich das Spiel stellenweise ins unendliche und die Meldung am Ende des Games das ein Nachfolger kommt, war nun auch nicht das gelde vom Ei. Aber die abgedrehten Waffen, die Tatsache das man Unsterblich war und an der Decke laufen konnte und die coolen Portale machten einiges wieder wett. An der Decke laufen ging mit bestimmten Wegen der Aliens an denen man quasi fest klebte. Und Unsterblich war man nicht ganz, aber dann eben doch wieder. Sollte man mal das den letzten Tropfen Lebenssaft verloren haben, kam man einfach in ein Minigame in dem man unter Zeitdruck rote (für Lebensenergie) und blaue (für Spiritwalk) Adler anschießen musste. Danach kam man an die Stelle zurück an der man gestorben war. Und nun zum Spiritwalk. Das ist die Möglichkeit den Körper zu verlassen und mit seinem Geist zu spielen. Allerdings war der Körper in der Zeit schutzlos und sobald dieser angegriffen wurde, wurde man zurück in sein eigen Fleich und Blut versetzt. Wehren konnte man sich im Spiritwalk nur solange bis die blaue Energieleiste nicht leer ist. An einigen Stellen brauchte man diese Funktion um Schalter zu drücken oder Boni, wie etwa Munition, zu finden. Ein sehr cooler Shooter der auf einem Raumschiff der angreifenden Alienrasse spielt. Kann sich schon mal zulegen, vorallem da der Titel ja mittlerweile zum Budgetpreis erhältlich ist.