Friday, May 27, 2011

Homefront

oder: Eine Geschichte aus dem Land der Dummen.

Es war einmal vor langer Zeit, dort begab es sich, das ein König seinen Sandkasten "Amerika" taufte. Er spielte darin den ganzen Tag und fühlte sich wie der König der Welt. Doch dann kam sein dunkler, kleiner Bruder und bewarf den König mit Steinen, aus seinem eigenen Sandkasten "Nordkorea" schickte er kleine Ameisen los um "Amerika" erobern zu können.
Das ist so ca. die Handlung von Homefront.
Nein, ich übertreibe nicht. Okay, die Sache mit den Sandkästen und den Königen ist erfunden. Aber ansonsten geht meine Interpretation schon so klar. Nordkorea überfällt die Welt, erobert alles was nicht bis drei auf den Bäumen ist und landet jetzt in den USA.
Nein, man spielt nicht auf Seiten Nordkoreas. Man ist ein amerikanischer Staatsbürger, der halt abgeführt wird. Dann geht alles den Bach runter und man ist plötzlich Widerstandskämpfer, weil... weil... weil... ist so? Ich habe den Sprung in der Tat nicht verstanden, scheinbar ich jemand besonderes, weil scheinbar jeder wusste wer ich bin. Außer ich. Top.
Wir wollen mal nicht so kleinlich sein, andere Spiele rocken auch ohne Story, weil das Gameplay und die Optik einfach überzeugt. Und dann ist da noch Homefront.

Ich habe die PS3 Version gezockt, die nur auf 720p läuft und auch nicht mit allzu vielen Details daher kommt. Es sieht alles stark veraltet und langweilig aus. Ihr ballert euch eben 5 Stunden lang durch puren Mist. Dazu kommt, das es einfach flimmert ohne Ende. Es ist echt unglaublich wie sowas heute noch im Laden stehen kann. Und ich hab dafür auch noch Geld auf den Tisch gelegt.

Aber dann ist der Sound bestimmt erste Sahne, oder? Oder. Die Waffen hören sich nett an, aber gegen ein Call of Duty sehen die Geräusche einfach kein Land. Die Dialoge sind lächerlich dumm, die Synchronisation (auf Englisch) ist einfach unter aller Kanone. Das ganz ging stellenweise soweit, das ich einfach den Ton abgeschalten habe.

Neben der glorreichen Handlung und den super vertonten Dialogen gibts ja dann noch das "Acting". Das besteht immer aus einem Haufen KI-Helden, die einfach rum stehen, warten bis der letzte der Truppe auf den Millimeter genau da steht, wo ihn die Entwickler wollen und dann startet erst der Dialog. Das kann manchmal schon ne ganze Ecke dauern.

Weil wir gerade bei KI sind. Dumm, Dümmer, Homefront. Fertig. Mehr Worte braucht man dafür nicht, es war einfach erbärmlich was da passiert ist. Gegner reagieren nicht wenn man sie anschießt oder Gegner versuchen durch Wände zu schießen, was aber nicht geht.

Bringen wir das ganze zu Ende.
Das Spiel ist gut 5 Stunden lang, dem Multiplayer hab ich nicht mal mehr eine Chance gegeben. Spielerisch ist der Titel veraltet und ich war froh als es vorbei war. Wenn euch jemand das Spiel schenkt, dann solltet ihr euch gedanken um eure Freundschaften machen.
Im Endeffekt gibt es zu viel gute Konkurrenz und das auch noch zu günstigem Preis, als das es eine Möglichkeit gibt, die Existenz von Homefront zu rechtfertigen.

Monday, May 16, 2011

History Check: Resident Evil - Teil 2

Heute geht es weiter mit Teil 2, der auch gleichzeitig den Abschluss darstellt. Dabei gibts den ein oder anderen Höhepunkt aber auch den absoluten Tiefpunkt. Viel Spaß beim Lesen!


Neue Konsole, neues Spiel? (Resident Evil Code: Veronica (X) / Biohazard Code: Veronica (X))
2000 DC; 2001 PS2;2003 GCN

Auf den ersten Blick nein. Der Sound ist nach wie vor Gänsehaut erzeugend, die Story schwankt zwischen plump und sehr schön erzählt. Allerdings ist etwas wichtiges neu: die Grafik. Auf den ersten Blick wirkt diese hässlicher als im direkten Vorgänger RE3, dies liegt aber daran das die Hintergründe nicht mehr Vorgerendert werden, sondern in vollem 3D und in Echtzeit sind. Diese Neuerung lässt es z.B. zu das man ein Scharfschützengewehr mit Zoom benutzen kann. In diesem Teil handelt die Geschichte von Claire, welche in Paris im Hauptquartier von Umbrella nach ihrem Bruder Chris suchen will, aber dort von Sicherheitsangestellten des Konzerns festgenommen wird. Darauf hin wird sie auf einen Insel verschleppt. Im Laufe des Abenteuers werdet ihr euch auch in der Antarktis wieder finden. Die Handlung ist meines erachtens die Spannendste der Serie. Wichtig vor einer jeden Kaufentscheidung ist folgendes: Wie viel Resident Evil habe ich bereits gespielt? Wie viel Resident Evil kann ich noch vertragen? Wer bisher jeden Teil gespielt hat und auch noch bei jedem Spaß hatte, kann auch hier zu greifen. Wer aber über die veraltete Steuerung, das urzeitliche Speichersystem und das minimale Inventar nicht mehr hinweg sehen kann sollte sich dann noch überlegen sein Geld besser anzulegen. Vom Gewaltgehalt ist dieser Titel wieder einen Schritt weiter zurück gegangen, d.h. keine umherfliegenden Körperteile. Sämtliche Versionen sind ungeschnitten und in Deutschland indiziert.

System-Empfehlung: Ganz klar die Dreamcast-Version. CV nutzt die Konsole sehr gut aus und die Steuerung geht gut von der Hand. Für die PS2 gibt es bessere Titel die auch im Horrorbereich spielen, wie z.B. Onimusha. Wer aber beinharter Resi-Fan ist kann auch zu greifen, muss aber technische Mängel im Vergleich zur Konkurenz in Kauf nehmen. Die GameCube-Variante ist am wenigstens zu empfehlen, also nur eine Notlösung. Bedeutet aber nicht das der Titel auf Nintendos Konsole schlecht ist, im Gegenteil, die Konvertierung ist gut gelungen, nur eben an der Grafik hackt es.



Der Teil der gar nicht dazu gehört! (Resident Evil Gaiden / Bioharzard Gaiden)
2001 GBC

Eigentlich gibt es hierzu nicht allzu viel zu sagen. Es gelang dem Titel nie mehr als nur ein Nieschentitel zu sein. Die Idee zu einem Resident Evil auf dem Gameboy hatte Capcom schon früher, allerdings wollte man den ersten Teil umsetzen, war mit den Ergebnissen nicht zu frieden und stampfte das Projekt ein. Nachdem die Idee zu einem externen Studio weitergereicht wurde entstand RE:Gaiden. Hauptperson in diesem Titel sind Barry Burton (RE1) und Leon S. Kennedy (RE2, RE4). Da Leon allerdings im Verlaufe des Abenteuers mit einem Virus infiziert wird und ja somit kein RE4 möglich gewesen wäre, wurde der Titel kurzer Hand aus der Geschichtszeitlinie ausgeschlossen. Die Grafik ist auf gutem GBC-Niveau, das selbe gilt für den Sound. Ungewohnt ist die Steuerung, was den Titel auch nur für beinharte RE-Fans interessant macht.



Noch mal von Anfang an? (Resident Evil / Biohazard)
2002 NGC

Der größte Unerschied ist die Grafik, dies sticht einem bereits zum Spielstart ins Auge. Hier hat Capcom wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Wenn es bei RE nicht um Horror gehen würde, könnte man zu der Grafik auch "traumhaft" sagen. Damit das Remake nicht ganz so den Beigeschmack reiner Geldmache mit einem 6 Jahre alten Produkt zu machen, wurden einige Abschnitte und Rätsel geändert. Zusätzlich gibt es noch weitere viele Boni sowie bis zu 12 Enden. Für so viel Mühen gibt es eine ganz klare Kaufpflicht für alle RE-Puristen, Neueinsteiger und an alle die die noch nicht genug davon hatten. Ansonsten gilt wie immer: Alte Steuerung, nerviges Speichersystem, kleines Inventar. Das Spiel erschien



Was passierte damals vor dem Herrenhaus-Unfall? (Resident Evil Zero / Biohazard Zero)
2003 NGC

Das überraschendste bei RE:Zero stellt sichtlich bereits die Packung dar. Denn nicht wie sonst üblich, ist dieser Titel ab 16 Jahren, obwohl keine Zensur vorliegt. Und ungeschnitten heißt auch ungeschnitten, d.h. platzende Köpfe etc. Nach wie vor gehört ein Titel der Gattung eines REs nicht in Kinderhände! Aber nun wieder zurück zum eigentlichen Spiel. Es folgt das selbe wie bisher in jedem Teil: alte Steuerung, nervige Speicherung, mickriges Inventar. Darüber hinaus bietet das Spiel neben toller Grafik aber auch noch zwei wichtige Neuerungen. Zum einen wäre da das Partnersystem, bei dem ihr zwischen Billy und Rebecca hin und her wechseln könnt um Aufgaben zu lösen, zum anderen wäre da die Möglichkeit Items überall auf den Boden zu legen. Um nicht studenland suchen zu müssen wird auf der Karte der Punkt markiert an dem der Gegenstand liegt. Wer bis jetzt immer noch nicht genug von dem altertümlich erscheinenden RE hatte, kann sich auf einen interessante Geschichte und einige Schockmomente einlassen. Alternativ gäbe es für Leute die nur einen Gamecube besitzen "Eternal Darkness".



Und gleich noch mal von Anfang an? (Resident Evil Deadly Silence / Biohazard: Deadly Silence)
2006 NDS

Ja. Im "Classic Modus" spielt man den Originalteil von 1996 1:1 nach. Alles sieht aus wie damals, selbst die Synchro und die Videos wurden übernommen. Im "Rebirth Modus" hingegeben werden die Rätsel mit Hilfe der neuen Nintendo DS Funktionen wie dem Mikrofon oder dem Stylus gelöst. Leider kommt in dieser Version der Horror der großen Versionen nicht mehr rüber, ist aber trotzdem ein empfehlenswerter Titel für den DS. Allerdings wartet auch dieser Teil mit den selben Schwächen wie 1996 auf, ob man das nun gut oder schlecht findet bleibt jedem selbst überlassen. Nichts desto trotz ist dieser Titel einer der besten Versionen der letzten Zeit. Für mobile Spieler heißt die Devise ganz klar zugreifen!



Oh! kein Remake! (Resident Evil 4 / Biohazard 4)
2005 NGC; 2006 PS2, PC; 2007 Wii

Nachdem man ja nun 10 Jahre das selbe Spiel gezockt hat, kam man auch bei Capcom auf den Trichter, ein paar Änderungen einzubauen. Erste Trailer versprachen damals noch ein Standard-Resi mit einem Flugschiff, dann wieder mit Killerpuppen, dann mit einem tödlichen Virus im Körper. Am Ende wurde das alles eingestampft und man bekamm das beste Resident Evil aller Zeiten. RE4 hat es am Ende tatsächlich geschafft Action, Horror und (rudimentäre) Rätsel in ein Spiel zu packen, weg von Umbrella zu kommen und gleichzeitig nicht bescheuerter daher zu kommen als die Vorgänger. Natürlich hat jedes Spiel so seine Schattenseiten, hier hört diese Seite auf den Namen Ashley Graham. Störische Frauen kenne ich aus meinem echten Leben, aber sowas wie hier habe ich noch nicht erlebt. Die Gute ist ohne Kennedy komplett auf geworfen. Die Grafik rockt, der Sound lässt es einem Kalt über den Rücken laufen. Einfach nur herrlich. Die Steuerung ist ein bisschen störisch, aber damals hat man das so hingenommen, besser als die alten RE-Teile sind sie alle mal. Alles in allem hat das Spiel gerockt. Ich hab es damals auf dem NGC gezockt und war richtig froh das mein Bruder die Konsole hatte. Selten war ich von einem Spiel so schockiert und fasziniert gleichzeitig, gehört auf jedenfall in jede Spielesammlung!



Was zum Teufel? (Resident Evil 5 / Biohazard 5) 
2009 XBox 360, PS3, PC

Was zum Teufel? Was hab ich verpasst? Hab ich mir das falsche Spiel geholt? Ich hätte schwören können das auf der Packung "Resident Evil 5" steht. Kein Horror mehr. Dafür pure Action mit einer Tante, die über eine so beschränkte KI verfügt, das selbst der größte Menschenhasser lieber mit einer echten Person zockt, als sich das anzutun. Die Steuerung wurde 1:1 vom Vorgänger übernommen, stark in die Jahre gekommen, abgehängt von der Konkurrenz. Für die Action die einen da erwartet, ist sie einfach zu träge. Aber, dafür werden mich die Dialoge und die spannende Handlung doch sicher entschädigen, oder? Nein. Nein. Nein. Nein. Die Handlung ist pures Chaos, alles was es je in einem RE Teil oder einem Film oder einem Buch gab wurde hier zusammen geworfen. Danach wurde die ganze Suppe noch mal munter umgerührt und raus kam RE5. Das Spiel einfach nur mies, da sollte jeder einen weiten Bogen drum machen. Leider haben das zu wenige zum Release getan. Bei Resi 6 werde ich erst mal aussetzen, dafür war mir die Enttäuschen bei RE5 einfach zu groß. Danke noch mal für das Storychaos.

Sunday, May 8, 2011

History Check: Resident Evil - Teil 1

Resident Evil, das ist ein Name der sofort die Jugendschützer aus allen Zimmern lockt. Resident Evil, das ist ein Name der seit 1996 für regelmäßige Angstschreie und Albträume in Zimmern von Jugendlichen und Erwachsenen sorgt. Resident Evil, ein Name der bei Spielern schon seit jeher gemischte Gefühle erzeugte. In diesem HistoryCheck soll auf, nach Möglichkeit, jeden Resident Evil - Teil eingegangen werden. Angefangen beim 1996er Erstlingswerk der Reihe bis zum Tief der Shooter-Serie hin zum erneuten und verdienten Hoch des offiziellen vierten Teil der Erfolgsgeschichte und abschließend zum Absturz mir Teil 5.


Komm rein, komm rein, woher auch immer du kommst! (Resident Evil / Biohazard;  1996 PSX, PC; 1997 Saturn; *auf die NDS- und die NGC-Variante wird gesondert eingegangen!*)

Als 1996 Resident Evil offiziell in Japan das Licht der Welt erblickte, eroberte dieser Titel im Sturm die Spielergemeinde. Schnell vergaß man damals das eigentlich nichts neues an dem Titel zu finden war. Denn bereits Jahre zuvor öffnete die "Alone in the Dark"-Reihe das Tor zu den Survival-Horror-Spielen. RE macht also nichts neu, aber vieles eben besser. Mit hübscherer Grafik und ekligen Monstern sowie, damals, brutalen Bluteffekten schockte der Titel in einer Tour. Natürlich gab man sich bei Capcom, bekannt durch Arcade-Hits wie "Street Fighter", mit einer simplen und plumpen Handlung zufrieden. Um die Handlung kurz zu umreißen: Ein Helicopter des S.T.A.R.S Beta-Teams is abgestürzt, um die abgestürzten Kollegen zu retten macht sich der Alpha-Trupp auf die Suche. Am Absturzort finden sie allerdings nur den Helicopter, die Ausrüstung und verschiedene Körperteile. Das Einsatzteam wird allerdings von einem Haufen hundeähnlicher Wesen angegriffen. Zur eigenen, Sicherheit flüchten die Überlebenden in ein nahes, verlassenes Herrenhaus. Das ist das Intro, mehr möchte ich an dieser Stelle nicht preisgeben, weil die Geschichte, auch wenn sie plump ist, sehr gut erzählt ist. Großes Manko sind die teils unfreiwillig, ich hoffe zumindest unfreillig, komischen Dialoge der Charaktere. Gelegentlich wird dann auch noch eine kurze Rendersequenz eingespielt. Ein weiterer Punkt der bis heute nicht wirklich geklärt werden konnte ist die Kameraeinstellung. Anstatt den Protagonisten von hintern oder aus der Ego-Perspektive zu sehen, wurden in den vorgerenderten Räume feste Kamerapositionen vergeben. Zum einen war und ist dies vorteilhaft für die Atmosphäre zum anderen aber auch nachteilig für die Übersicht, z.B. kann es passieren das ihr Gegner zu spät seht und euch nützliche Gegenstände nicht sofort auffallen, im schlimmsten Fall sogar gar nicht auffallen. Um einer Indizierung zu entgehen wurde die PlayStation-Version anfangs leicht geschnitten ausgeliefert. So war gleich die Introsequenz um einige Sekunden gekürzt worden. 1997 kam dann die sogenannte "Directors Cut"-Version in den Handel. Man hat es mit diesem Trick geschafft das Spiel in Deutschland ungeschnitten auf den Markt zu bringen. Im Gegensatz zur Originalversion wurden einige Texturen und Kameraeinstellungen geändert.

System-Empfehlung: Ich persönlich würde zur PlayStationVersion in der Directors Cut Version greifen. Die Saturn-Version bietet minimal schönere Rendersequenzen, dafür sind die Spielermodelle minimal hässlicher. Ab zu raten ist einem gänzlich von der PC-Version, da diese heute sowieso kaum noch vernüftig läuft und dann auf Grund mangelnder Gamepadunterstützung mit der Tastatur gespielt werden muss, was eher einem Kampf als einem Vergnügen gleich kommt.




The Lost Episode - Neuanfang statt Mittelmaß? (Resident Evil 1.5 / Biohazard 1.5 (Orignalname: Resident Evil 2 / Biohazard 2); nie erschienen PSX;)
Eine interessante Frage die wir wohl nie(?) beantworten können. Diese verlorene Episode taucht heut zu Tage unter dem Namen Resident Evil 1.5 auf, war allerdings als Resident Evil 2 geplant. Angeblich soll die Story bis auf wenige Monster und Charaktere die gleiche gewesen sein. Die Gründe für die Einstellung mögen etwas merkwürdig klingen aber das Spiel wurde bei 80% eingestampft weil dem Team die Zombies zu fett(!) waren. Ein weiterer Grund war das der Titel zum Großteil in Bürogebäuden spielen sollte und dadurch dem ersten Teil zu ähnlich gewesen wäre. Wer trotzdem mal einen Blick darauf werfen will sollte einfach mal eine Suchmaschine benutzen und nach der japanischen Directors Cut Version von RE1 suchen, denn dort lag eine Demodisk mit Videos zum neuen Resident Evil bei.




Eine Stadt so voller Freu(n)de (Resident Evil 2 / Biohazard 2; 1998 PSX, Game.Com; 1999 PC, DreamCast, N64; 2003 NGC)

Nachdem ja RE2 eingestampft wurde, ist RE2 nun besser geworden? Ja ist es. Schönere Grafiken als in Teil 1, mehr Bewegungsmöglichkeiten und die Charaktere zeigen an Hand ihrer Haltung oder Art zu laufen an ob und wie viel Schaden sie genommen haben. Die Handlung ist auch wesentlich ausgereifter als im 2 Jahre älteren Vorgänger. Claire Redfield macht sich auf die Suche nach ihrem Bruder Chris Redfield, Mitglied des Ex-S.T.A.R.S.-Teams, wird von den Zombihorden allerdings überrascht. Zum anderen könnt ihr auch mit Leon S. Kennedy spielen, welcher seinen ersten Tag in Raccoon City als Polizist starten wollte. Doch statt gegen Temposünder und Ladendiebe vorzugehen muss er sich gleich mit Lickern und rießigen Krokodilen rumärgern. Atmospärisch setzt der Titel noch mal eins drauf und das obwohl nun nicht mehr dieses dauerhafte klaustrophobische Gefühl herrscht, denn ihr seid ja in Raccon City unterwegs. Andere mögliche Orte möchte ich nicht erwähnen da es einfach Teile der Geschichte vorweg nimmt. Leider wurde RE2 kurz nach erscheinen in Deutschland indiziert, Gründe waren die Möglichkeit Zombies den Kopf abzuschießen sowie die Tatsache das ein 12-jahriges Kind, Sherry Birkin, im Spiel vorkam. Natürlich ist dieser RE-Teil eine klare Empfehlung, buhlt er doch schon seit erscheinen um die Gunst als bester RE-Titel zu gelten.

System-Empfehlung: Erst mal muss ich vom Erwerb der Game.Com- oder der PC-Variante abraten. Die Game.Com-Version ist eine abgespeckte Version die auf einem Handheld in Schwarz-Weiß rüber kommt. Auf dem PC besteht heute eben das Problem mit flackernden oder fehlerhaften Grafiken sowie Steuerungsprobleme. Selbst mit Gamepad will vernünftiges und einfach Spielen ohne Frust nicht aufkommen. Grundsätzlich ist die PSX-Version natürlich zu empfehlen, glänzt sie doch mit brillianter Spielbarkeit und einer hervorragenden Steuerung. Alternativ wäre die DC-Version auch noch eine Möglichkeit, diese enthält zusätzlich einen einfacheren Spielmodus. Die NGC-Ausgabe des Titels entspricht dem PSX-Release, auch in Sachen Grafik, aber wer keine andere Möglichkeit hat und sich den Titel nicht entgehen lassen möchte, kann, wenn er eine schlechtere Steuerung als auf PSX oder DC in Kauf nehmen kann, zu dieser Variante greifen.



Ist die Stadt immer noch voller Freu(n)de? (Resident Evil 3 Nemesis / Biohazard 3 Last Escape; 1999 PSX; 2000 DC, PC; 2003 NGC)

Ja und nein. An der Grafik hat sich nicht viel bis gar nichts getan. Am Sound auch nicht. An den Gegnern auch nicht. Es gibt nur 3 wirklich neue Sachen. Zum einen die Möglichkeit Munition zu erstellen. Dazu muss man Schießpulver finden, welches man dann, je nach Kombination, zu verschiedenen Munitionsarten mixen kann. Zum anderen ist der "Mecenaries"-Modus neu. Dieser muss auf PlayStation und Dreamcast erst freigeschalten werden, auf dem PC hingegen ist er bereits zu Beginn verfügbar. Im Endeffekt geht es nur darum so schnell wie möglich von Punkt A nach Punkt B zukommen, dabei läuft die Zeit herrunter. In Importversionen kann man durch erschießen von Gegnern Sekunden dazugewinnen um am Ende eine bessere Zeit zu haben, was wieder rum zu mehr Geld führt, welches ihr braucht um bessere Waffen zu erwerben. Allerdings wurde in Deutschland, auf Grund strikter Zensurpolitik seitens Eidos, auf diese Bonussekunden verzichtet, weswegen es nicht möglich ist gute Bewertungen zu bekommen. Zur Zensur gibt es später mehr. Die dritte Neuerung, welche bei vielen Fans auf unmut stieß: Nemesis. Hört sich nicht spannend an, ist aber euer größtes Problem in dem Game. Kurz nach Beginn des Spiels werdet ihr ihn zum ersten Mal begegnen, von da an wird der kaum besiegbare Hühne nicht mehr von der Seite weichen. Er ist äußerst nervig, sehr schnell und extrem stark, kündigt sich mit seinem "S.T.A.R.S." gebrüll an und rammt euch bei jeder Gelegenheit seine Hand in die Magengegend. Die meisten Konfrontationen enden Anfangs tödlich, was einfach an den schwachen Waffen liegt die man zum Start bekommt. Nun noch einmal zu den Schnitten. Sämtliches Blut wurde im Spiel Grau gefärmt, es besteht nicht mehr die Möglichkeit Gegnern Körperteile abzuschießen und getötete Gegner lösen sich blinkend auf. Alles in allem muss man sagen das diese Schnitte einfach extrem störend für die Atmosphäre ist.

System-Empfehlung: Wer die Pal-Version für den NGC hat sollte die Konsole einfach auf Englisch um stellen, alle anderen greifen nach Möglichkeit zu einer Importversion. Zu empfehlen sind ganz klar wieder die PSX- sowie die DC-Version. Beim PC ist wieder das übliche Steuerungs- sowie Grafikproblem. Für die NGC-Fassung gilt das selbe wie für RE2.

Friday, May 6, 2011

Engine OverView, Heute "Doom 3"

Mit der Q3-Engine hatte id einiges richtig gemacht. Vorallem hatten die Modtools wie "Radiant" dazu geführt das selbst für Einsteiger die Engine leicht zu beherschen war. Dies Vorschusslorberren mussten man nun aufnehmen und in die Zukunft blicken. Der Weg war klar, das Ziel in Sicht, das Spiel zur Engine eher unerwartet.

2001 - Ist das echt? Bestimmt gerendert!
Im Febraur 2001 wurden die ersten Szenen von "Doom 3", angetrieben von der gleichnamigen Engine, gezeigt. Die Meinungen waren gespalten ob der Echtheit der Bilder. Schließlich meinte John Carmack damals solche Bilder seien mit einer "Nvidia GeForce 3" möglich. Angeblich war das Video nicht vorgerendert sondern in Echtzeit berechnete Bilder, welche die Zuschauer auf der Hausmesse von Apple sehen konnten. Die Zweifel bleiben, aber Carmack hatte seine Fans und vorallem Shooter Fans seit dem Release von Doom nie enttäuscht. Weitere 3 Jahre sollten ins Land ziehen bis Spieler auf der ganzen Legal an Doom 3 kommen konnten. Der Einschub "Legal" ist an dieser Stelle wichtig, da die E3 Präsentation von 2002 recht schnell ihren Weg ins Internet und dadurch weite Verbreitung fand. Viele Zocker wollten wissen was hinter der Engine steckt, ob es auf ihrem PC läuft und vorallem wie es wirklich aussah. Dabei handelte es sich noch um eine Alpha in der Version 0.02, was man ihr auch ansah. Manche Texturen waren extrem schlecht aufgelöst, so das damalige Grafikbrecher wie "Serious Sam" noch wesentlich besser da standen. Aber wie gesagt: Alpha-Version.


2004 - Ich schick dich in die Hölle! Und die ist nicht mal hässlich...
Endlich war es soweit. Viele Spieler warteten sehnsüchtig auf Doom 3. Aber dazu später mehr. Bevor hier etwas zu dem Titel kommt, wollen wir erst einmal einen Blick auf die Engine werfen. Eines der ersten Dinge die einem auffallen sind die famosen Licht- und Schattenwürfe. Als eine der ersten Engines überhaupt wird hier "Per Pixel Lighning" verwendet. Das bedeutet das nicht einfach für einen Pixelbereich ein Schattenwurf berechnet wird, sondern für jeden Pixel. Diese Effekte funktionieren zwar bereits ab Direct X 8.0, allerdings sind die meisten Direct X 8 - Karten schlicht weg zu langsam um das ganze vernüftig und in entsprechend hoher Auflösung dar stellen zu können.


Die Games:

Doom 3 (2004)

Ein großes Problem war das Doom3 immer nur in Räumen spielte, da die Engine und das Setting nicht für große, offene Flächen geeignet waren bzw. sind. Das hatte natürlich zum Nachteil das sich das Spiel extrem linear gestaltete. Der Titel war sehr "oldschoolig", heißt im Endeffekt folgendes: Tür auf, Gegner schreit auf, Gegner töten, Gegenstand aufnehmen, Gegner springt auf einen zu, Gegner töten, in den nächsten Raum usw. Auch der Horror hielt sich doch eher zurück. Meist sprang ein Gegner euch von hinten oder Seite an, das ganze grundsätzlich aus der dunkelsten Ecke des Zimmers. Ausnahme ist natürlich das der Gegner sich zu euch "teleportiert", also vor euch plötzlich erscheint oder der Kerl einfach zu groß ist um sich zu verstecken. Das ist wahrscheinlich auch einer der Gründe warum man Doom 3 entweder mag oder eben nicht, allerdings sind Abstufungen doch eher selten bis gar nicht vorhanden. Als Fazit: Tolle Technik, lange Ladezeiten, veraltetest Spieldesign. Spaß hats mir aber trotzdem gemacht. Da der Titel sowieso grad für 10 € oder weniger an die Volljährigen unter euch wandert kann man da eh nicht so viel falsch machen.


Doom 3 Resurrection of Evil (2005 / indiziert)

Ein paar neue Effekte, ein paar neue Gegner, ein paar neue Waffen. Das wars an Unterschieden. Spaß hat mir der extrem linearaufgebaute Shooter auf jedenfall. Aber vom Pflichtkauf weit entfernt da die Neuerung doch zu selten waren.

Quake 4 (2005 / engl & uk version indiziert)

Quake 4 macht da weiter wo Quake 2 aufgehört hat. Es ist schöner als Doom 3, spielt sich flotter, hat ein paar Schockmomente. Allerdings ist das Leveldesign ab ca der Mitte des Spiels sehr eintönig, da ihr dann in 3 Türmen einen Schalter finden müsst. Diese Türme sind 1:1 identisch, praktisch eineiige Drillinge. Die Geschichte ist halt typisch für das Genre, ebenso der wortkarge Held. Die Waffen sind zum Großteil Standard oder aus den Vorgängern bekannt. Hört sich alles nicht allzu gut an, aber es kommt noch schlimmer. Der deutsche Jugendschutz hat mal wieder radikal zu geschlagen. die Kürzungen führen bei Quake 4 dazu das die Athmosphäre im Spiel massiv leidet.So fehlen Texturen und sogar ein ganzer Spielabschnitt, weswegen die Handlung danach eigentlich keinen Sinn mehr ergibt. Daher: Finger weg von der deutschen Fassung, es ist schon grauenhaft was man mit der Indizierung so alles aus atmospärischen Spielen machen kann. Also kauft bitte nur die englische Version, denn da bekommt ihr alles. Ein weiterer negative Kritikpunkt ist das offene Ende. Wer mit Doom 3 wenigstens ein bisschen Spaß hatte wird mit Quake 4 glücklich werden. Der Rest riskiert einen vorsichtigen Blick oder greift zum leicht besseren Prey.


Prey (2006)

Mit einer verbesserten Technik, bessere Performance und einer witzigen Portaltechnik wollte Prey die Shooterkonkurrenz ausstechen. Die Story war ganz interessant und auch gut erzählt. Prey war definitv einer der Shooterhöhepunkte in diesem Jahrzehnt, allerdings einer mit einigen Schwächen. So zog sich das Spiel stellenweise ins unendliche und die Meldung am Ende des Games das ein Nachfolger kommt, war nun auch nicht das gelde vom Ei. Aber die abgedrehten Waffen, die Tatsache das man Unsterblich war und an der Decke laufen konnte und die coolen Portale machten einiges wieder wett. An der Decke laufen ging mit bestimmten Wegen der Aliens an denen man quasi fest klebte. Und Unsterblich war man nicht ganz, aber dann eben doch wieder. Sollte man mal das den letzten Tropfen Lebenssaft verloren haben, kam man einfach in ein Minigame in dem man unter Zeitdruck rote (für Lebensenergie) und blaue (für Spiritwalk) Adler anschießen musste. Danach kam man an die Stelle zurück an der man gestorben war. Und nun zum Spiritwalk. Das ist die Möglichkeit den Körper zu verlassen und mit seinem Geist zu spielen. Allerdings war der Körper in der Zeit schutzlos und sobald dieser angegriffen wurde, wurde man zurück in sein eigen Fleich und Blut versetzt. Wehren konnte man sich im Spiritwalk nur solange bis die blaue Energieleiste nicht leer ist. An einigen Stellen brauchte man diese Funktion um Schalter zu drücken oder Boni, wie etwa Munition, zu finden. Ein sehr cooler Shooter der auf einem Raumschiff der angreifenden Alienrasse spielt. Kann sich schon mal zulegen, vorallem da der Titel ja mittlerweile zum Budgetpreis erhältlich ist.

Monday, May 2, 2011

Engine OverView, Heute "Quake 3"

Im Endeffekte war die neuste Version nichts weiter als eine konstanste Weiterentwicklung. Höher aufgelöste Texturen, feinere Charaktermodelle, größere Level und besserer Netcode. Wenn man nur die Grafik betrachtet, so war die Engine 1999 zum Release der Marktführer an brillianten Effekten und Darstellungsmöglichkeiten. Nicht um sonst haben so viele Spiele diese Engineversion verwendet. Als großen Vorteil hatte man immernoch die Tatsache das die Engine weiterhin mit Hilfe von OpenGL lief, was wieder mal einfache Portierungen auf Mac, Linux und Konsolen ermöglichte. Von den unten aufgeführten Spielen sollte man meiner Meinung nach mindestens 2 sein Eigen nennen und weitere 3 Titel angespielt haben. Allerdings habe ich beim Schreiben dieses Artikels die meisten Spiele noch einmal neu gespielt und war ehrlich überrascht wie viel Spaß die noch machen. Ein Kaufempfehlung gebe ich gleich vorweg ab und zwar die Spiele: American McGee's Alice, Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast (oder eben Jedi Academy) und Call of Duty. Klar sind die anderen Games, bis auf Heavy Metal F.A.K.K 2, herrausragend und sollten wenigstens mal angespielt werden.

Die Games

Quake 3 (1999 / indiziert)

Q3 war wie Unreal Tournament rein auf Multiplayer gefechte ausgelegt. Zwar gibt es einen Einzelspielermodus, aber im endeffekt kämpft man dort ohne Handlung gegen Ki-gesteuerte Gegner. Das ganze soll nur als Training dienen um am Ende gegen echte Menschen in der virtuellen Welt bestehen zu können. Spaß macht das ganze alleine nur sehr begrenzt. Spätenstens nach der ersten LAN auf der Q3 angeworfen wurde, ist klar wie gut das Game auch heute noch ist. Zwar gibt es bereits Quake 4, auf das wir später noch zu sprechen kommen, allerdings kann dieser Teil im Multiplayerpart nicht ganz mithalten. Grafisch schlug Q3 damals alles dagewesen, dank gutem Netcode gab es auch nur wenige Spiele die sich im Internet gegen das schnelle Quake wehren konnten. Es gibt zwar noch Servern auf denen gezockt wird, wie lange ist allerdings noch fraglich. Daher kann ich nur beschränkt zum Kauf raten. Es ist ein Klassiker den man mal gespielt haben muss, aber ob man ihn besitzen muss ist jedem selbst überlassen. Großer Mangel ist eben der Mangel an Möglichkeiten für Alleinunterhalter.


American McGee's Alice (2000)

Ein Spiel das auf viele geteilte Meinung stieß. Allerdings hat ausgerechnet eine Märchenfortsetzung mein Zockerherz im Sturm erobert. Die Q3-Engine sorgt für tolle Effekte, die dritte Person für viel Übersicht. Die Geschichte so traurig und doch so lustig das man einfach nicht weiß ob nun lachen oder weinen angebrachter wäre. Zur Handlung will ich nur kurz das Intro wieder geben. Alice, welche die meisten von euch aus Büchern wie Alice's Adventures in the Wonderland und Through the Looking Glass kennen, verliert ihre Familie bei einem Hausbrand. Innerlich hat das die Gute so mitgenommen, dass das Wunderland in die Brüche ging und die böse Herzkönigin die Bevölkerung terrorisiert. Dem Hilferuf des weißen Karnickels eilt Alice zu Hilfe um das Wunderland und ihr eigenes Seelenleben zu retten. Neben coolen Bosskämpfen und lustigen Waffen erwartet euch also eine recht spannende Handlung welche mit Hilfe von Zwischensequenzen erzählt wird. Der Titel kommt ganz ohne Multiplayermodus daher, Alice metzelt daher ganz alleine, das allerdings mit Stil. Zum 2. Durchspielen fordert der Titel nicht, da es keine weiteren Neuentdeckungen gibt. Allerdings ist der Titel so unterhaltsam das man einen weiteren Durchgang nicht für abwegig halten sollte. Schließlich sieht man ja gute Filme meist auch mehr als einmal. Daher eine klare Kaufempfehlung. Dieses Game gehört in jede Spielesammlung, da es einfach zu abgefahren ist um links liegen gelassen zu werden.


Heavy Metal F.A.K.K. 2 (2000)

Kein "Must Have", aber ein sehr gutes Third-Person-Actionspiel. Die Story beginnt Anfangs ganz gut, leider beginnt sie eben nur gut, lässt im Laufe des Spiels immer mehr nach. Das Turotial gleich nach Start stört doch arg, da es weder die Handlung vorran treibt noch euch wirklich hilft. Ihr habt ihm Game die Möglichkeit mit 2 Waffen oder zweihändigen Waffen um euch  zu schlagen und zu wüten. Bis heute erschließt es sich mir nicht wie jemand das Spiel ab 16 Jahren freigeben konnte. Schließlich könnt ihr hier Gegner die Arme etc. abschlagen. Für Actionpuristen wird der Titel kein Fehlgriff sein, alle anderen greifen lieber zum besseren Alice. Ist auch Third-Person. Ist auch blutig. Ist aber kreativer.


Star Trek Voyager: Elite Force (2000)

Ein sehr linearer Egoshooter, der vorallem von dem "Star Trek"-Flair lebt. Es gibt verschiedene Waffen der Förderation, u.a. auch den Phaser und den U-Mod, aber auch Waffen der Klingonen. Die Grafik war damals Klasse, auch der Sound war Top, die KI ging in Ordnung. Allerdings war das Spiel extrem kurz. Nach gerade mal 6 Stunden war man durch, und dazu musste und muss man nicht mal Profi sein. Da der Titel mittlerweile für ca 5€ über die Ladentheke geht, kann man nichts falsch machen. Es sei den man ist eingefleischter "Star Trek"-Hasser.

Return to Castle Wolfenstein (2001 / indiziert bzw. beschlagnahmt)

Haut die Nazis tot! Äh... Moment. Ich meine natürlich: Haut den Wolfsclan tot! Damit der Titel in Deutschland nicht gleich vom Start weg verboten wird, haben die findigen Entwickler von Grey Matter einfach alle Nazis rausgeworfen und den Wolfsclan erfunden. Statt Hakenkreuzen haben die guten bösen Deutschlandbesetzer nun das Logo des Spiels überall rumhängen. Das Spiel kam mit einer 16+ Wertung in die Regale und wurde innerhalb eines Monats indiziert. Allerdings hatte keiner daran gedacht auch den Blutgehalt nach unten zuschrauben. Zwar kam und kommt (meines erachtens) eh nicht viel vor, aber der BPJS (ja, der Verein hieß damals noch so) hat das bisschen scheinbar gereicht. Im Vergleich zu F.A.K.K. 2 eine witzlose Aktion. Klar is der Shooter auch geradlinig, die Geschichte verfügt aber über eine gewissen Portion Humor. Die Nazis / der Wolfsclan erweckt Heinrich den 1. wieder zum Leben und den dürft ihr Plätten. Vorher müsst ihr aber viele Level leer räumen. Und die sind garantiert nicht ohne Gegner, sonder mit ganz viele Nazis / Wolfsclananhänger, Skeletten und anderem Gegnerzeug. Aber wie legt man die Horde am besten tiefer? Entweder mit Standardwaffen der Deutschen oder Amerikaner oder Briten oder man nimmt kreativere Waffen wie die Teslagun. Sieht gut aus, hält die Gegner gut zusammen. Ich möchte jetzt das Spiel nicht in alle Richtungen loben, allerdings hat mir das Spiel 2001 zum Release extrem viel Spaß gemacht. Volljährige finden den Titel bestimmt wieder, viel dürfte er auch nicht mehr kosten. Allerdings dann bitte nur die deutsche, um Hakenkreuze erleichterte Version kaufen, da der Erwerb der verboten US Version untersagt ist. Da kanns beim Import Ärger mit dem Zoll geben.

Medal of Honor Allied Assault (2002)

Ein sehr guter WW2-Shooter. Leider waren die Levels recht häufig recht steril, auch fehlten Scripts oder Ereignisse die zur Athmospäre bei trugen. Es gab die typischen Waffen, die typischen Gegner, stellenweise sehr schöne Levels. Allerdings kann man sagen dass das Spiel nach der Landung am D-Day am Omaha Beach nachlässt.


Soldier of Fortune 2: Double Helix (2002 / engl. version indiziert)

Ich schreibe nur über die ungeschnittene Version, da mir die deutsche Fassung zu doof ist. Hab keine Lust auf Roboterscharmützel, Blechbüchsen und eine abstruse realitätsfremde Geschichte die nicht auf der Erde spielt, aber genauso aussieht. Also, ungeschnitten macht das Spiel auch um einiges mehr Sinn und Spaß, was keineswegs an der überzogenen Gewaltdarstellung liegt. Die Handlung ergibt so mehr Sinn, die Gegner sehen nicht so bescheuert aus, mit ihren Bärten aus Metal und den Schweißnähten mittem im Gesicht. Die Waffen sind Egoshooter typisch. So habt ihr die Standardwaffen der Amerikaner, dazu eine Kalashnikov, Schrottgewehre, Pistolen und Scharfschützengewehre. Standard eben. Die Levels sind sehr linear, so ist meist klar wo ein Gegner steht und wo nicht. Die Ki geht voll in Ordnung und bringt euch manchmal sogar richtig ins Schwitzen. So zu sagen als Bonus gibts dann noch einen Karteneditor der euch Zufallskarten an Hand von vorher eingestellten Merkmalen kreiert. Die Maps sind sogar recht witzig, wiederholen sich aber nach einigen Runden. Für Volljährige ganz interessant, der Rest lässt die Finger davon. Das liegt zum einen an der hohen Gewalt der US-Version, zum anderen auch an der bescheidenen deutschen Version.

Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast (2002)

Plötzlich war er da: Der Nachfolger des Jahres. Nach Jedi Knight warteten viele Fans auf mehr. Nach dem Addon zum 1. Teil wollten diese immer noch mehr. Es sollte jedoch 5 Jahre dauern bis Raven Software, welche zeitgleich auch Soldier of Fortune 2 entwickelten, einen weiteren Star Wars-Toptitel vom Stappel liesen. Das Game bot damals atemberaubende Grafiken, sehr schöne Lichtschwertduelle, eine recht ordentliche Geschichte und jede Menge Stormtrooper die vermöbelt werden wollten. Aber was war denn nun schlecht? Ganz einfach: Die Figuren machten den Mund auf, Sprachen ohne das sich der Mund in irgendeiner Form weiter bewegte. Das war hässlich, nicht zeitgemäß, aber schadete dem Spiel nicht weiter. Im Multiplayermodus machte es einen Heidenspaß Kontrahenten mit Hilfe der Macht "Schub" diese von der Plattform zu schubsen. Auch heute noch ein sehr schönes Spiel, aber eventuell sollte man den ersten Teil kenn um die Handlung ganz nachvollziehen zu können. Solange man kein "Star Wars"-Hasser ist kann man es wenigestens aus der Videothek ausleihen, wobei die Kosten für ein Wochenende höher sein werden als der Kauf im Laden oder bei diversen Auktionshäusern.


Star Trek: Elite Force 2 (2003)

Ein erstklassiker Shooter, war grafischer einer der besten der je mit der Q3-Engine arbeitete. Leider verkaufte sich das Spiel recht schlecht, was keineswegs an schlechten Wertungen, schlechte, Design oder gar mit dem Spiel zu tun hatte. Es lag einfach daran das es damals zu Streitigkeiten zwischen Activision, dem Publisher und den Lizenzhaltern von Star Trek kam. Der Grund war einfach, es ging ums Geld. Activision kritisiert das die neue "Star Trek"-Serie rund um Cpt. Archer nicht so erfolgreich ist, genauso wenig wie die letzen Filme, um "Star Trek" als Marke für Spieler interessant gestalten zu können. Darauf hin entzogen die Lizenzinhaber Activision die Rechte. Das Game durfte nicht mehr produziert werden, daher auch der vergleichsweise hohe Preis bei ebay oder die Tatsache das man den Titel nicht mehr im Laden auffinden kann. Zum Spiel selbst lässt sich nur folgendes sagen: Für mich so ziemlich der beste Shooter 2003, gemeinsam mit Jedi Academy und Call of Duty. Grafisch top, der Sound ging in Ordnung, wobei einem die Schußgeräusche der Laserwaffe nach einer gewissen Zeit nervten. Die Handlung selbst gestaltete sich eher "Star Trek"-typisch, was man allerdings nicht von den Gegnern sagen kann. Denn die passen so gar nicht zu Picard und Co. Aber man hat sich recht schnell daran gewöhnt. Ein klassischer Shooter der den Bonus hat das man auf der Enterprise rum rennen darf. Falls ihr den Shooter noch findet, bitte nicht wundern, der ist wirklich noch teuer.

Star Wars Jedi Knigt: Jedi Academy (2003)

Nur ein Jahr nach JK2, erschien bereits ein Nachfolger. Das ging nur so schnell, weil der Jedi Academy eigentlich als Addon gedacht war, allerdings wurde es so umfangreich das man es als weiteren Teil der Reihe verkaufte. Dabei wurde keine "3" angehängt, was auf die Addonherkunft verweist. Auf Communityseiten spricht allerdings von JK3, in seltenen Fällen von JK:JA. Diesmal übernehmt ihr nicht die Rolle von Kyle Katarn sondern erstellt euch euren eigenen Jedi Padawan. Im Laufe des Abenteuers könnt ihr, durch verschiedene Handlungen, entscheiden ob ihr ein gutes oder böses Ende sehen wollt. Wobei die Auswahlmöglichkeiten meist nur nach einem Kampf vor kommen und sich darauf beschränken den besiegten Gegner zu töten oder ihn Leben zu lassen. Grafisch schön anzusehen waren die Lichtschwertduelle bereits in Teil 2, doch diesmal kamen zu der Möglichkeit ein Schwert zu tragen noch die Varianten mit 2 Schwertern oder einer Doppelklinge hinzu. Das sorgte vorallem im Multiplayermodus für Spannung, da sich die Stile unterschiedlich spielten. Ein sehr guter Shooter, der aber schwächer als der Jedi Knight 2 war, was vorallem an der etwas schlechteren Story lag.

Call of Duty (2003)

Zum Release einer der am besten inszenierten WW2-Shooter die auf den Markt kamen. Das verdankt der Titel zwei nicht gerade unwesentlichen Tatsachen. Zum einen hatte man nun ein "Mitten-Drin"-Gefühl, da man, im Gegensatz zu Konkurrenzspielen, nur sehr selten alleine war und zum anderen weil einfach eine erdrückend Dichte Atmospäre herschte. Klar wusste jeder das Ende vom Spiel, von daher war die Handlung auch schon mehr als ausgelutscht. Dafür brachte der Multiplayermodus umso mehr Beben in die Bude, wenn man so will. Denn, wenn ihr den Titel zockt, macht eure Bassbox an, dreht voll auf und spielt auf einem Server auf dem Granaten gestattet sind. Da kommt dann tatsächlich ein "Mitten-Drin"-Gefühl auf, und das alleine durch den Sound. Da es allerdings bereits einen Nachfolger gibt und der 4. Teil demnächst am PC ansteht is natürlich fraglich ob sich eine Anschaffung noch lohnt. Aber ich rate allen WW2-Zockern bzw. Shooterfreunden dem Titel trotz seines Alters eine Chance zu geben. Mit dem Addon sollte das Game nicht mehr so viel Kosten, bringt euch aber etliche Stunden Spielspaß nach Hause. Und nicht vergessen: Ducken und Zucken ist besser als Stehen und Flehen.