Der Gott unter den Rollenspielen?
Es ist doch schon einiges an Zeit ins Land gezogen seitdem uns die Genies aus dem Land der Sonne eines der genialsten Spiele der (vor-)letzten Konsolenära schenken. Eigentlich steht es ja schon fest: Genial bleibt Genial! Aber wie genial ist so ein Hammer noch nach fast 10 Jahren? Wie viel ist vom damaligen Charme noch übrig geblieben? Um das zu klären habe ich mich widermeins Willens dazu aufgeopfert den Titel ein weiteres Mal durchzuspielen.
Grafik?
Gut, die Grafik ist ein strittiges Thema,das war sie schon immer. Mir persönlich sagt der Manga-/Anime-Style des Spiels sehr zu, genauso wie ich finde das die Grafik beweitem nicht zum alten Eisen gehört! Wenn man bisher natürlich nur westliche Rollenspiele gespielt hat wird man leicht von dem japanischen Stil geschockt sein. Gespielt wird vor vorgerenderten Hintergründen mit 3D-Polygon-Models, die allerdings aufgrund des Stils recht klobig sind. Man muss noch erwähnen das die Grafik ansich extrem stimmig ist und euch von der ersten Minute ins Spiel ziehen wird und, was wohl sehr positiv für den Titel ist, euch auch nicht mehr so schnell los lassen wird.
Monströs, die Erste
Sobald die ihr die Disk einlegt werdet ihr förmlich von den Boxen weggeblasen! Der Sound der da rauskommt ist einfach unglaublich, es mischen sich klassische Stücke, vorallem für ruhige Passagen, sowie Techno/syntesiser-Tracks, actionreiche Abschnitte wie z.b. die Motorradfahrt. Im Endeffekt wurde damals bereits das verwendet was man heute den Spieler versucht als neu zu verkaufen! Leider muss ich doch noch einen negativen Punkt beim Sound anführen: Mangelnde Sprachausgabe. Naja, ich find es nicht schlecht das man lesen muss, da ich nicht möchte das ich aus einer Spielwelt wegen schlechter Synchro "rausgeworfen" werde.
Monströs, die Zweite
Neben dem Sound ist auch der Umfang gigantisch. Ihr hockt für euren ersten Durchlauf locker mal 60-100 Stunden vor der guten alten Playstation. Damals galt dies als Rollenspielpflicht, heute allerdings leider die Seltenheit. Und keine Sorge ihr werdet nicht de ganze Zeit nur am Lesen sein oder nur am Kämpfen sein,a lso da schon mal keine Sorge. Die Handlung wird nicht nur durch tolle Ingame-Szenen fortgeführt, sondern auch durch traumhafte Rendersequenzen. Noch als Notiz: In den Renderszenen gibt es keinen Text und auch keine Sprachausgabe!
Die Story
Ich möchte nicht zu viel verraten daher geb ich hier nur das Preis was auch in etwas in der Anleitung steht. Ihr seid Cloud, Name ist freiwählbar, ein Ex-Angestellter der Shinra Corp., um genauer zu sein von SOLDAT. Das ist sowas wie die Sicherheitsabteilung von Shinra. Nun, da ihr nicht mehr für Shinra arbeitet, verdient ihr euren Lebensunterhalt als Söldner. Euer erster Auftrag: Einen Generator der Macro aus der Erde zieht zu zerstören. Mehr sag ich ich nicht von der Story, den ich denke jeder der das Spiel mal gespielt hat wird mir zu stimmen das man das Game einfach zocken muss da die Handlung einfach toll erzählt wird.
Die Wertung / Das Fazit:
Also warum "nur" 90%? Zum einen liegt es daran dass das Spiel eine stellenweise grauenhaft Übersetzung hat, Cloud arbeitet z.B. bei SOLDAT. Zum anderen nervt mich das Speichersystem ein bisschen, da man nur auf der Weltkarte überall speichern kann und sonst einen Speicherpunkt finden muss. Dann wären da noch die gelegentlich zu häufigen Zufallskämpfe. Mir ist es schon passiert das ich halb Tod zu einem Endboss gekommen bin, natürlich gestorben bin und dann eine Stunde wiederholen musst. Achja, Videos und Storysequenzen können auch nicht abgebrochen werden, egal wie oft ihr an der Stelle schon wart.
Hinweis:
Holt euch wenn möglich die Playstation-Version, da die PC-Version im Normalfall Probleme mit neuen Grafikkarten hat. Desweiteren ist die PC-Version teurer als die PS1-Version!
Monday, March 7, 2011
Conker: Live & Reloaded
... oder doch doch nur ein lahmer Aufguss?
Damals, in den guten alten Zeiten, ja, da war alles noch gut. Und heute? Keine wirklichen Hüpfhelden außer Mario, selbst Sonic hat die Schuhe an den Nagel gehängt, rennt jetzt lieber mit als gegen Mario. Wo sind die ganzen Helden? Banjo ist weg vom Fenster, wiedersehen ungewiss. Donkey Kong trommelt lieber, Hüpferei ungewiss. Samus ist auch lieber damit beschäftig in Adventure und Egoshooter-Manier den Gegnern das fürchten zu lehren. Selbst der alte, angegraute -und vielleicht vergessene- Gex gibt kein Lebenszeichen mehr von sich. Grund genug für Microsoft einen alten Rentner wieder in den aktiven Dienst zu schicken, aber nicht in einem neuen Abenteuer, sondern in seinem einzigen auf stationären Konsolen. Rare ist ja schon seit einiger Zeit beim Softwareriesen, Zeit deren Marken auszuschlachten. Erstes Opfer wird der gute, alte, versoffene, rauchende, rülpsende, furzende, geldgeile, fluchende Conker.
Also dann mal los, neue Runde, neues Glück. Conker war damals ein geniales Spiel, leider hatte viele Zocker der damalige Modulpreis von 149,99 DM (Deutsche Mark) abgeschreckt. Wenn wir das mal ganz grob umrechnen, ergibt das ca 75€. Das ist auch heute noch viel Schotter, aber mal im ernst: So weit ist das auch nicht mehr bei der aktuellen Generation hin. Standardgames gehen heute für 60 - 70€ über die Ladentheke und sind dann nur auf den DVD gepackt. Mittlerweile gibts das Spiel fast nur noch in Z-Stores, Ebay oder bei unserem Tauschhändler des Vertauens, dem guten alten Spieleladen an der Ecke. Die Preise fallen sehr unterschiedlich aus, allerdings sollte man schon mit 15 - 25€ rechnen. Das ist für ein Remake, welches als "Classic"-Version erhältlich ist und schon ein paar Jahre auf dem Buckel immer noch einiges von eurem kunderbunten Moos. Klare Frage für alte Hasen und junge Rehkitz, gefangen in der großen und kostspieligen Welt der Videospiele: Lohnt sich die Sucherei überhaupt?
Grundsätzlich müsst ihr bevor ihr weiterlest vier Fragen stellen. Und die sehen so aus:
Habt ihr den Vorgänger gespielt?
Fandet ihr ihn gut?
Wollt ihr bessere Grafik als damals?
War euch das Spiel so viel Wert, das ihr es euch noch einmal kaufen würdet?
Wenn ihr alle mit "Ja" beantwortet habt, am Besten noch ohne zu zögern, braucht ihr gar nicht weiterlesen, denn Conker ist wie Conker war. Nur hübscher und in der Sprachausgabe zensiert, wobei der Humor erhalten bleibt. Der Rest soll, kann, darf, muss, will, wie auch immer, erst mal in aller Ruhe weiterlesen, denn es ist nicht alles bunt, grün und supertoll an solchen "Bad Fur Days".
Aber zuerst, alle positiven Eindrücke und die haben sich in den letzten paar Jahren rein gar nicht verändert. Nach wie vor erzählt führt euch Conker durch nur einen einzigen verrückten Tag in seinem Leben, in dem er es geschafft hat König zu werden. Nach wie vor lauft ihr durch die Welt, nutzt euren Schwanz als Propeller um länger und weiter hüpfen zu können. Nach wie vor erwarten euch witzige Dialoge die meist vor Beleidigungen, Flüchen, Schimpfwörtern oder Fäkalienhumor nur so strotzen. Der eine wirds lieben, der andere hassen. Aber im Grunde unseres Herzens sind wird doch alle Schweine. Leider gabs die Wortspielereien auf dem N64 noch komplett unzensiert, während auf der XBox die Worte mit verschiedenen Symbolen überdeckt werden und die Sprachausgabe per, aus dem TV bekannten, Piepton übertönt wird. Was die einzelnen Akteure aber sagen wollen, ist trotzdem klar. Conker ist vom Inhalt - Hintergrundgeschichte und Dialoge - einfach nur bitterböse, wir reden hier von einem ironisch, sarkastischen, bisweilen sogar zynischen Verbalen Feuerwerk. So viel mal dazu. Zu diesem Ausbrüchen in Text- und Tonform gesellt sich dann auch noch ein Grafik die auf der XBox nahe zu alleine da steht. Klar gab und gibt es auf der XBox viele Grafikhammer, aber Conker dürfte wohl die meisten Spiele schlagen. Somit in meiner Sammlung der optische Killer für die Xbox schlecht hin. Neben den Regentropfen auf eurem Bildschirm dürft ihr dann noch feine Animationen der Antihelden und oder Helden bewundern. Dazu kommen viele Details in eurer Umgebung, welche meist er auf den zweiten Blick auffallen. Die Grafik trägt definitiv zu der mehr als nur genial erzählten Story positiv bei, wobei sich da auf dem N64 auch keiner darum gekümmtet hat.
Eigentlich müsste ich ja nun weiter mit solchen Superlativen um mich schmeißen, aber das tue ich nicht, denn nun kommt der Teil an dem für mich alles wieder vermiest wird. Willkommen bei der negativen Hälfte des Testes, leider muss ich sagen, denn wirklich selten Berichte ich bei guten Spielen über Ausrutscher und Patzer, aber es geht halt nun mal dazu. Denn Conker hat viel, wirklich sehr viele und wir reden hier von einer ganz schön großen Menge an ganz vielen Stellen an denen ihr einfach mal eurer Gamepad runterschlucken möchtet. Das mag mit dem S-Controller noch einigermaßen funktionieren, Aber für mich, der mit dem alten und ersten Modell spielt - und das auch niemals nicht ändern wird - ist das definitiv zu viel des Guten des schwarzen Plastiks. Ihr werdet euch oft Ärger weil einfach ihr manchmal den Gegner nicht mehrmals schlagen könnt, weil der "R"-Trigger nicht richtig abgefragt wird. Die Kamera neigt öfters dazu, wie früher auf dem N64 - übrigens bei jedem Rare-Game von damals - euch das Spiel nach dem Grundsatz "weniger ist mehr" zu zeigen. Da hilft nachjustieren, kostet Zeit, Leben, Geduld. Ich hab schon bessere Kameraprogrammierung erlebt, wesentlich bessere. Was mir auch sauer aufgestoßen hat, ist einfach die Tatsache das ihr entweder ellenlange Laufwege in einem Bereich mehrmals absolvieren müsst um ein Rätsel zu lösen und dann, und das ist der Grund was ich an den Laufwegen hasse, der Ladebildschirm gnadenlos zuschlägt. Und wenn der mal zuschlägt dann richtig. Zwischen angenehmen 5 Sekunden hoch zu 30 Sekunden war bei mir alles dabei. Das ist nervig, vorallem bei einer Konsole mit einer Festplatte, welche Standardmäßig dazu gehört hat. Grundsätzlich bin ja Ladesequenzen gewohnt seit ich zocke, aber hier wird eben doch nicht nur einmal der Spielfluss gestört. Schade, hätte man besser lösen können und müssen.
Was bleibt dann unterm Strich übrig? Ein gutes, klassisches Jump'n'Run, welches die Jahre leider nicht unbeschadet überstanden hat. Man merkt dem Game einfach sein Alter an. Es ist zwar gut, aber die Konkurrenz auf den anderen Konsolen ist besser, stellenweise wesentlich besser. Für alte Hasen die ihren liebgewohnen Conker noch mal durch einen verrückten Tag eilen sehen wollen, können zu greifen. Allerdings nicht zu viel erwarten, ihr bekommt Conker: A Bad Fur Day mit besserer Grafik und Sound. Nicht mehr, nicht weniger. Der Rest greift zu besser aufgestellten Konkurrenz, mit solchen Helden wie dem kindergerechten Mario oder eben auf PS2 Rachet & Clank oder Jak & Dexter. Allerdings: ein Blick kann nie schaden, so ein böses Jump'n'Run gibt es vielleicht nie wieder.
Als kleinen Anhang: Das Spiel hat einen Multiplayermodus, aber aus Mangel und Aufgrund des Alters des Titels konnte und kann ich den nicht testen.
Damals, in den guten alten Zeiten, ja, da war alles noch gut. Und heute? Keine wirklichen Hüpfhelden außer Mario, selbst Sonic hat die Schuhe an den Nagel gehängt, rennt jetzt lieber mit als gegen Mario. Wo sind die ganzen Helden? Banjo ist weg vom Fenster, wiedersehen ungewiss. Donkey Kong trommelt lieber, Hüpferei ungewiss. Samus ist auch lieber damit beschäftig in Adventure und Egoshooter-Manier den Gegnern das fürchten zu lehren. Selbst der alte, angegraute -und vielleicht vergessene- Gex gibt kein Lebenszeichen mehr von sich. Grund genug für Microsoft einen alten Rentner wieder in den aktiven Dienst zu schicken, aber nicht in einem neuen Abenteuer, sondern in seinem einzigen auf stationären Konsolen. Rare ist ja schon seit einiger Zeit beim Softwareriesen, Zeit deren Marken auszuschlachten. Erstes Opfer wird der gute, alte, versoffene, rauchende, rülpsende, furzende, geldgeile, fluchende Conker.
Also dann mal los, neue Runde, neues Glück. Conker war damals ein geniales Spiel, leider hatte viele Zocker der damalige Modulpreis von 149,99 DM (Deutsche Mark) abgeschreckt. Wenn wir das mal ganz grob umrechnen, ergibt das ca 75€. Das ist auch heute noch viel Schotter, aber mal im ernst: So weit ist das auch nicht mehr bei der aktuellen Generation hin. Standardgames gehen heute für 60 - 70€ über die Ladentheke und sind dann nur auf den DVD gepackt. Mittlerweile gibts das Spiel fast nur noch in Z-Stores, Ebay oder bei unserem Tauschhändler des Vertauens, dem guten alten Spieleladen an der Ecke. Die Preise fallen sehr unterschiedlich aus, allerdings sollte man schon mit 15 - 25€ rechnen. Das ist für ein Remake, welches als "Classic"-Version erhältlich ist und schon ein paar Jahre auf dem Buckel immer noch einiges von eurem kunderbunten Moos. Klare Frage für alte Hasen und junge Rehkitz, gefangen in der großen und kostspieligen Welt der Videospiele: Lohnt sich die Sucherei überhaupt?
Grundsätzlich müsst ihr bevor ihr weiterlest vier Fragen stellen. Und die sehen so aus:
Habt ihr den Vorgänger gespielt?
Fandet ihr ihn gut?
Wollt ihr bessere Grafik als damals?
War euch das Spiel so viel Wert, das ihr es euch noch einmal kaufen würdet?
Wenn ihr alle mit "Ja" beantwortet habt, am Besten noch ohne zu zögern, braucht ihr gar nicht weiterlesen, denn Conker ist wie Conker war. Nur hübscher und in der Sprachausgabe zensiert, wobei der Humor erhalten bleibt. Der Rest soll, kann, darf, muss, will, wie auch immer, erst mal in aller Ruhe weiterlesen, denn es ist nicht alles bunt, grün und supertoll an solchen "Bad Fur Days".
Aber zuerst, alle positiven Eindrücke und die haben sich in den letzten paar Jahren rein gar nicht verändert. Nach wie vor erzählt führt euch Conker durch nur einen einzigen verrückten Tag in seinem Leben, in dem er es geschafft hat König zu werden. Nach wie vor lauft ihr durch die Welt, nutzt euren Schwanz als Propeller um länger und weiter hüpfen zu können. Nach wie vor erwarten euch witzige Dialoge die meist vor Beleidigungen, Flüchen, Schimpfwörtern oder Fäkalienhumor nur so strotzen. Der eine wirds lieben, der andere hassen. Aber im Grunde unseres Herzens sind wird doch alle Schweine. Leider gabs die Wortspielereien auf dem N64 noch komplett unzensiert, während auf der XBox die Worte mit verschiedenen Symbolen überdeckt werden und die Sprachausgabe per, aus dem TV bekannten, Piepton übertönt wird. Was die einzelnen Akteure aber sagen wollen, ist trotzdem klar. Conker ist vom Inhalt - Hintergrundgeschichte und Dialoge - einfach nur bitterböse, wir reden hier von einem ironisch, sarkastischen, bisweilen sogar zynischen Verbalen Feuerwerk. So viel mal dazu. Zu diesem Ausbrüchen in Text- und Tonform gesellt sich dann auch noch ein Grafik die auf der XBox nahe zu alleine da steht. Klar gab und gibt es auf der XBox viele Grafikhammer, aber Conker dürfte wohl die meisten Spiele schlagen. Somit in meiner Sammlung der optische Killer für die Xbox schlecht hin. Neben den Regentropfen auf eurem Bildschirm dürft ihr dann noch feine Animationen der Antihelden und oder Helden bewundern. Dazu kommen viele Details in eurer Umgebung, welche meist er auf den zweiten Blick auffallen. Die Grafik trägt definitiv zu der mehr als nur genial erzählten Story positiv bei, wobei sich da auf dem N64 auch keiner darum gekümmtet hat.
Eigentlich müsste ich ja nun weiter mit solchen Superlativen um mich schmeißen, aber das tue ich nicht, denn nun kommt der Teil an dem für mich alles wieder vermiest wird. Willkommen bei der negativen Hälfte des Testes, leider muss ich sagen, denn wirklich selten Berichte ich bei guten Spielen über Ausrutscher und Patzer, aber es geht halt nun mal dazu. Denn Conker hat viel, wirklich sehr viele und wir reden hier von einer ganz schön großen Menge an ganz vielen Stellen an denen ihr einfach mal eurer Gamepad runterschlucken möchtet. Das mag mit dem S-Controller noch einigermaßen funktionieren, Aber für mich, der mit dem alten und ersten Modell spielt - und das auch niemals nicht ändern wird - ist das definitiv zu viel des Guten des schwarzen Plastiks. Ihr werdet euch oft Ärger weil einfach ihr manchmal den Gegner nicht mehrmals schlagen könnt, weil der "R"-Trigger nicht richtig abgefragt wird. Die Kamera neigt öfters dazu, wie früher auf dem N64 - übrigens bei jedem Rare-Game von damals - euch das Spiel nach dem Grundsatz "weniger ist mehr" zu zeigen. Da hilft nachjustieren, kostet Zeit, Leben, Geduld. Ich hab schon bessere Kameraprogrammierung erlebt, wesentlich bessere. Was mir auch sauer aufgestoßen hat, ist einfach die Tatsache das ihr entweder ellenlange Laufwege in einem Bereich mehrmals absolvieren müsst um ein Rätsel zu lösen und dann, und das ist der Grund was ich an den Laufwegen hasse, der Ladebildschirm gnadenlos zuschlägt. Und wenn der mal zuschlägt dann richtig. Zwischen angenehmen 5 Sekunden hoch zu 30 Sekunden war bei mir alles dabei. Das ist nervig, vorallem bei einer Konsole mit einer Festplatte, welche Standardmäßig dazu gehört hat. Grundsätzlich bin ja Ladesequenzen gewohnt seit ich zocke, aber hier wird eben doch nicht nur einmal der Spielfluss gestört. Schade, hätte man besser lösen können und müssen.
Was bleibt dann unterm Strich übrig? Ein gutes, klassisches Jump'n'Run, welches die Jahre leider nicht unbeschadet überstanden hat. Man merkt dem Game einfach sein Alter an. Es ist zwar gut, aber die Konkurrenz auf den anderen Konsolen ist besser, stellenweise wesentlich besser. Für alte Hasen die ihren liebgewohnen Conker noch mal durch einen verrückten Tag eilen sehen wollen, können zu greifen. Allerdings nicht zu viel erwarten, ihr bekommt Conker: A Bad Fur Day mit besserer Grafik und Sound. Nicht mehr, nicht weniger. Der Rest greift zu besser aufgestellten Konkurrenz, mit solchen Helden wie dem kindergerechten Mario oder eben auf PS2 Rachet & Clank oder Jak & Dexter. Allerdings: ein Blick kann nie schaden, so ein böses Jump'n'Run gibt es vielleicht nie wieder.
Als kleinen Anhang: Das Spiel hat einen Multiplayermodus, aber aus Mangel und Aufgrund des Alters des Titels konnte und kann ich den nicht testen.
Mass Effect
Wo geht’s hier lang?
Wenn Bioware ruft, stehen die Zocker Schlange, vor allem die RPGler. Das war Mitte der Neunziger so, alle das Genre der Rollenspiel für Tod erklären wollten. Gemeinsam mit Blizzard hob man die RPGs wieder auf den Radar der Redakteure und vor allem wieder auf den Radar der Spieler. Blizzard zeigt mit Diablo wie ein actionorientiertes RPG auszusehen hatte. Bioware zeigt dagegen wie man Tabletops und „Oldschool-RPGs“ auf dem PC neu beleben konnte. Baldur’s Gate war geschafffen worden. Man war das ein Kracher, laut Presse und vielen meiner Freunde. Ich war damals aber, vermutlich aus jugendlichem Leichtsinn nicht so für die Baldurs Gate Reihe zu begeistern. Seit damals habe ich leider keinen weiteren Versuch unternommen mit dem Game warm zu werden, aber bald, ja bald werde ich mir die beiden Teile mit Addon zulegen und durchspielen. Oder so. Mit Neverwinter Nights gelang Bioware gleich noch ein Hit, der war dann schon mehr nach meinem Geschmack, endlich 3D und alles ein weniger besser geordnet. Aber noch nicht das, wonach ich gesucht habe. Dann kam Knights oft he Old Republic, die Rollenspielerlösung nach der ich all die Jahre gesucht habe. Und dann auch noch in meinem Lieblingssetting: Star Wars. So fanatisch hatte ich davor zuletzt Command & Conquer Alarmstufe Rot 2 gespielt. Aber KotOR fesselte mich so sehr das ich es glatt an einem Wochenende in unter 20 Stunden durch gespielt hatte. Aber eben nur auf der guten Seite. Ein zweiter Durchlauf folgte demnach recht kurz darauf. Wenn jemand Erfahrung mit Geschichten Erzählen hat dann Bioware. Und das beweisen sie auch dieses mal wieder.
Ihr startet wie in jedem Bioware RPG mit der Charaktererstellung. Ihr gebt diesmal nur einen Spitznamen ein anstatt einen vollen Namen wie in den meisten anderen Titeln. Danach folgt das, was halt immer folgt. Man legt seine Klasse fest, vergibt Punkte in die verschiedenen Tätigkeiten. Neu ist diesmal das man seine Vorgeschichte bestimmen kann, dazu wählt man aus verschiedenen, vorgefertigten Textphrasen eine passende aus. Am Anfang werdet ihr des Öfteren auf eben diese angesprochen oder ihr habt einen „Zusammenprall“ einer Person aus eurer Vergangenheit. Allerdings nichts Storyrelevantes.
Das Dialogsystem ist bereits aus KotOR und ähnlichen Titeln bekannt. Euer gegenüber sagt was, dann habt ihr die Möglichkeit aus einer Reihe von möglichen Antworten eine für euch passende Auszuwählen. Leider waren bei KotOR die Sätze ausführlicher und euch war stehts klar was ihr da nun von euch gebt. In ME allerdings habt ihr das Problem das ihr nicht mehr den Satz auswählt sondern eben nur eine grobe Richtung definiert. Dabei ist aber auch alles gleich zu KotOR geblieben. Die oberste Antwort ist die Gute Antwort, bringt also womöglich Punkte für vorbildlich. Die mittlere Antwort ist die Standardantwort bei der man relativ gesichtslos bleibt. Die unterste, meine liebsten Antworten gibt’s hier, sind dann die Bösen Antworten, für die gibt’s dann Punkte im Bereich „abtrünnig“. Vorbildlich und Abtrünnig kann man sich wie die Macht in KotOR vorstellen, nur das man diesmal in beiden Bereichen Punkte sammeln kann und sich diese nicht irgendwann aufheben. Zusätzlich könnt ihr auch noch Punkte in die Fertigkeiten Schmeicheln und Einschüchtern verteilen. Mit beiden Möglichkeiten könnt ihr Konflikte umgehen, wobei die Wahrscheinlichkeit bei „Einschüchtern“ höher ist, dass das ganze im Kampf endet.
Weil wir grad bei den Kämpfen sind: Vergesst KotOR, denkt eher an Jade Empire. Die Kämpfe sind nicht mehr so statisch wie damals bei den guten alten Siths (oder Jedis). ME fühlt sich, je nach Spielweise, eher an wie ein Shooter. So lauft wir mit eurer Waffe, bei mir meistens das Sturmgewehr, im Anschlag durch die Korridore oder auch mal so auf dem Planeten rum. Die Gegner werden nicht selbstständig anvisiert, sondern ihr müsst, wie in einem Shooter, die Gegner selbstständig anvisieren und abdrücken. Keine Hilfe, keine Tricks, kein doppelter Boden. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad verkommt das Spiel für ballergeprüfte Recken schnell zu einem Run’n’Gun-Game der feinsten Sorte, das nur in wichtigeren Bossfights mal anspruchsvoll wird. Wobei das wieder sehr stark von euren Fertigkeiten abhängt. So hats ein Scharfschütze natürlich wesentlich schwerer im Nahkampf als einer der nur mit einem Sturmgewehr rum rennt. Wobei dann der Shotgunfreund starke Probleme im Fernkampf hat, der Sniper aber munter grinsen kann. Das ganze kann für euch zu einem Problem werden wenn ihr ein falsches Team habt, denn das ist wirklich wichtig. Auch wenn nach eurem Tod das Spiel grundsätzlich vorbei ist.
Bei der Teamauswahl habt ihr wie immer die Möglichkeit aus den verschiedenen Charakteren zu wählen, die ihr im Laufe eurer Tour aufgesammelt habt. Diese unterscheiden sich in Aussehen, Rasse, Gesinnung. Das wäre aber schon sehr wenig. Als weitere Unterscheidungsmerkmale gibt es dann noch Biotik-, Kampf- und Techtalente. Wie ihr euer Team zusammenstellt ist in den meisten Situationen egal, es kommt auf eure Spielweise an und was ihr alles erreichen wollt. Ich hab z.B. mein Team stehts rein auf die Kampfkraft ausgelegt, dafür konnte ich aber viele Geheimnisse nicht entschlüsseln, weil keiner meiner Mitstreiter eine dafür notwendige Fähigkeit parat hatte. Dafür musste ich auch nie nett anklopfen sondern konnte immer die Tür gleich mit nehmen, weil mein Team einfach stark genug war.
Grafisch macht das Spiel viel richtig, aber nicht alles. So hat mich zu Beginn der Rauschfilter schon sehr gestört, aber wenn ich ihn abgeschalten hatte fehlte der Optik einfach der letzte Biss. Die Charaktere sind sehr detailiert, man erkennt die unterschiedlichen Kampfanzüge und –waffen die ihr tragen könnt. Die Mimik ist auch sehr gut gelungen, zumindest von den Menschen, die anderen Rassen hab ich ja noch nie getroffen. Die bleiben aber meistens doch recht steif im Gesicht. Die Gestik ist auch gut gelungen, aber nicht wirklich der Überflieger. Viele der drohenden Gesten kommen einem absolut harmlos vor. Das hat 2 Gründe. Zum einen ist die Synchro an der Stelle gelegentlich unpassend zum anderen passt die Geste nicht immer zur gegebenen Antwort. Die Planetenoberflächen sind auch meistens sehr steril, es bewegt sich nichts und niemand. Ihr landet dort, erkundet kurz ob ihr vielleicht Minerale oder irgendwas besonderes seht, dann geht’s zur erst besten Basis, aus eurem Fahrzeug aussteigen, rein ins Haus und alles nieder mähen. Fertig. Was auch oft recht störend ist sind Ruckler wenn ihr schnell um Ecken sprintet, die kommen zwar nicht bei jeder Ecke aber gelegentlich. Auch fehlen von Zeit zu Zeit nach einer Ladesequenz scharfe Texturen. Das sind dann eben so verwaschene Teile auf der Kiste, aber die galten zu PS1-Zeiten als Texturen. Das kann aber auch daran liegen das ich das Spiel ohne Festplatte gestartet hatte und vor ein paar Wochen dann von der Memory Unit zur HDD gewechselt bin. Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern, die Optik sieht gut aus, wirkt realistisch und es macht Spaß sich darin zu bewegen. Einen kleinen Dämpfer gibt’s aber dennoch. Die kleinen Stationen und Gänge auf Planeten wiederholen sich sehr oft, zwar verlauft ihr euch nicht in denen, aber wenn ihr den dritten Planeten in Folge bereist und wieder in den selben Hallen wandelt fasst ihr euch dann doch langsam mal an den Kopf. Das geht besser, ich hoffe auf Nachbesserung bei Teil 2.
Zum Sound, das ist ja immer so eine Sache. Die Synchronisation ist meistens auf gehobenem Niveau. Wie man es eben von Bioware gewohnt ist. Leider gibt es hier auch gelegentlich mal Ausrutscher, so geht euer Held plötzlich und ohne Vorwarnung von 0 auf 180. Aber das liegt daran das die Unterhaltungen ja nicht festgelegt sind sondern euren Entscheidungen folgen. Die bösen Figuren hören sich böse an, die Guten hören sich eben gut an, zumindest wenn es um euer Team geht. Die Figuren haben auch immer die passende Stimme zu ihrem Charakter. Die Waffen hören sich gut an, aber nichts besonders. Irgendwann werdet ihr die Sound eh ignorieren, weil ihr so schon so oft gehört habt.
Fazit:
Mass Effect ist ein Klasse Rollenspiel. Es macht viele bekannte Fehler die Bioware mit Jade Empire und KotOR gemacht hat nicht, aber dafür eben auch ein paar kleinere neue. Nichts was wirklich schlimm wäre, aber dem geneigten Zockern werden diese Auffallen. Für jeden unter euch der irgendwas (positives) mit Bioware RPGs verbinden kann, soll bei ME zugreifen noch bevor der Nachfolger erscheint, denn hier wird wirklich ein wahres Feuerwerk abgebrannt.
Das gilt allerdings nur für die Xbox 360 Version. Bei der PC-Version rate ich allen sich vorher ausgiebig über den Kopierschutz zu informieren. Nach momentanem Stand wird der die bisherigen Grenzen sprengen und schon leicht an eine Art der Perversion in Bezug auf „Ärgern wir den ehrlichen Käufer“ enden.
The Teenage Mutant Ninja Turtles The Classic Arcade Game 1989
Ein Titel der nur so von der Zunge rollt:
"Hey, jetzt kommen die Hero-Turtles superstarke Hero-Turtles jeder kennt die Hero-Turtles immer auf der Lauer Sie sind echt ein ultraheißes Team na logo wenn sie gegen Angst und Schrecken ziehn' ist doch Ehrensache und sieht's für dich mal finster aus die Turtle-Jungs hol'n dich da raus"
Na? Ganz ehrlich: wer von euch kann das noch singen? Ich kanns noch, bin ja auch großer Fan der kleinen Schildkröten. Aus spielerischer Sicht betrachtet gings da ja in den letzten Jahren rapide Berg ab. Zum Glück beschert uns Ubisoft ja ein Remake des Uralten-Klassikers in der Arcade Version.
Mein jüngeres Ich hätte mich für meine erneuten Gehversuche in dem Game mit einem SNES- oder NES-Pad erwürgt oder erschlagen. Ich weiß das die Turtle-Games früher schwer waren, aber das ich mir beim Zocken fast die Finger brechen würde, hatte ich nich erwartet. Ich hab den Titel auf leichter in Erinnerung... Beebop und Rocksteady rocken nach wie vor und knallen wir auch regelmäßig ordentlich einen vorn Latz, der Rest der Truppen haut dann noch mal um einiges stärker rein als die beiden Hirnakrobaten. Die Standardgegner sind vorallem dann kritisch wenn ihr von den guten Leuten umzingelt werdet und dann alle gleich zeitig zu schlagen. Ihr könnt euch nicht decken oder zur Seite tänzeln. Wenn euch einer schlägt trifft er im Normalfall auch. Und das macht das ganze auch so verdammt schwer und fordernd. Wie man sowas damals Kindern vorsetzen konnte, versteh ich nicht. Aber das zeigt ja deutlich das wir heute in so einer Weicheiergesellschaft leben denen man alles in mundgerechten und stehts fairen Stücken servieren muss.
"Hey, jetzt kommen die Hero-Turtles superstarke Hero-Turtles jeder kennt die Hero-Turtles immer auf der Lauer Sie sind echt ein ultraheißes Team na logo wenn sie gegen Angst und Schrecken ziehn' ist doch Ehrensache und sieht's für dich mal finster aus die Turtle-Jungs hol'n dich da raus"
Na? Ganz ehrlich: wer von euch kann das noch singen? Ich kanns noch, bin ja auch großer Fan der kleinen Schildkröten. Aus spielerischer Sicht betrachtet gings da ja in den letzten Jahren rapide Berg ab. Zum Glück beschert uns Ubisoft ja ein Remake des Uralten-Klassikers in der Arcade Version.
Mein jüngeres Ich hätte mich für meine erneuten Gehversuche in dem Game mit einem SNES- oder NES-Pad erwürgt oder erschlagen. Ich weiß das die Turtle-Games früher schwer waren, aber das ich mir beim Zocken fast die Finger brechen würde, hatte ich nich erwartet. Ich hab den Titel auf leichter in Erinnerung... Beebop und Rocksteady rocken nach wie vor und knallen wir auch regelmäßig ordentlich einen vorn Latz, der Rest der Truppen haut dann noch mal um einiges stärker rein als die beiden Hirnakrobaten. Die Standardgegner sind vorallem dann kritisch wenn ihr von den guten Leuten umzingelt werdet und dann alle gleich zeitig zu schlagen. Ihr könnt euch nicht decken oder zur Seite tänzeln. Wenn euch einer schlägt trifft er im Normalfall auch. Und das macht das ganze auch so verdammt schwer und fordernd. Wie man sowas damals Kindern vorsetzen konnte, versteh ich nicht. Aber das zeigt ja deutlich das wir heute in so einer Weicheiergesellschaft leben denen man alles in mundgerechten und stehts fairen Stücken servieren muss.
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